Typische Fehler beim Umzug – und wie du sie vermeidest

Umziehen ist aufregend, im positiven wie im negativen Sinne. Schnell kann es daher passieren, dass dir im Eifer des Gefechts typische Fehler passieren. Welche das sind, erfährst du hier.

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Ein Umzug bedeutet einen neuen Lebensabschnitt. Vielleicht beginnst du ein Studium, hast ein Eigenheim gekauft oder ziehst mit deiner großen Liebe zusammen. Manchmal liegen auch weniger schöne Ursachen zugrunde, wie ein Streit mit dem Vermieter, ein Jobverlust oder eine Trennung. So oder so, solltest du versuchen, den Umzug als etwas Positives zu betrachten und ihn nicht nur schnellstmöglich, sondern so gut wie möglich hinter dich zu bringen. Denn ein Umzug kann für eine positive Aufbruchsstimmung sorgen, die in dir Vorfreude auf das weckt, was im neuen Lebensabschnitt auf dich warten wird. Aber er kann auch in purem Stress ausarten oder zu kostspieligen Fehlern führen, wenn du mit negativer Einstellung an die Sache herangehst. Denn Fehler passieren bekanntlich selbst den Besten unter uns, doch beim Umzug sind sie besonders ärgerlich – schließlich lassen sie sich relativ einfach vermeiden…

Fehler #1: Alles alleine machen wollen

Selbst ist die Frau, lautet dein Lebensmotto? Das ist löblich, aber bei einem Umzug nicht angebracht. Nicht nur, dass du dadurch unter Zeitdruck gerätst, sondern es fallen beim Umziehen auch schlichtweg Aufgaben an, die du nicht alleine machen kannst. Das Sofa ist beispielsweise zu schwer und zu sperrig für eine Person und beim Küchenabbau muss einer den Schrank halten, während der andere schraubt – um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. Organisier dir daher rechtzeitig Hilfe, denn so fällt der Umzug nicht nur leichter, sondern du schonst auch deine Gesundheit sowie das Mobiliar und zugleich macht das Umziehen gemeinsam schlichtweg mehr Spaß. Wenn du als Dankeschön zur Einweihungsparty in deiner neuen Bude lädst oder für Verpflegung beim Umzug sorgst, helfen dir Freunde und Familie gewiss gerne. Zudem kannst du dich bei deren nächstem Umzug revanchieren. Möchtest du ihnen hingegen nicht zur Last fallen, organisierst du einfach professionelle Umzugshelfer. Das kostet zwar Geld, geht aber schneller und entlastet dich. Schlussendlich musst du selbst entscheiden, welche Hilfe du lieber annimmst. Aber ohne Hilfe geht es nicht!

Fehler #2: Zu spät mit dem Packen beginnen

In einem Moment scheint der Umzug noch in weiter Ferne. Im nächsten Moment steht der Umzugstag plötzlich vor der Tür und du verfällst in Panik. So verlockend die Prokrastination also sein mag: Früh anfangen ist beim Umziehen das A und O. Mach dir einen Zeitplan, sobald du weißt, dass und wann du umziehst, sodass du nach und nach alles erledigen kannst. Das verhindert Zeitdruck und sorgt dafür, dass du den Umzug sorgfältig abhaken kannst, um dir Ärger zu ersparen. Denn in Hektik passieren Fehler, wie jeder aus eigener Erfahrung weiß.

Fehler #3: Keine Rücksprache mit dem Vermieter halten

Sorgfältig abhaken, das bedeutet zum Beispiel, führzeitig mit dem Vermieter zu besprechen, wie du die Wohnung hinterlassen musst. Dass diese wieder gleich aussehen muss wie bei deinem Einzug, ist ein Trugschluss, sofern es sich um gewöhnliche Abnutzungserscheinungen handelt – ganz ohne Schönheitsreparaturen kommst du aber trotzdem in vielen Fällen nicht davon. Sollte der Vermieter hingegen viel verlangen, deines Erachtens zu viel, empfiehlt sich der Blick in den Mietvertrag. Gegebenenfalls kannst du auch einen Anwalt um Rat fragen, welche Pflichten du wirklich hast. Ansonsten behält der Vermieter vielleicht ganz oder teilweise die Kaution ein, was dich schnell einen vierstelligen Betrag kostet.

Fehler #4: Umzugswagen zu klein bestellen

Wenn du ein Umzugsunternehmen beauftragst, übernimmt dieses in vielen Fällen die Berechnung, welche Größe du beim Umzugswagen brauchst. Schwieriger wird es, wenn du auf eigene Faust einen Transporter mietest. Ist deine neue Wohnung von der bisherigen nicht allzu weit entfernt, wäre ein zu kleiner Wagen weniger schlimm, denn so kannst du mehrfach zwischen den Wohnungen pendeln. Zumindest die größten Möbelstücke, welche du nicht zerlegen kannst oder willst, müssen aber hinein passen. Ziehst du hingegen weit weg, bestellst du den Umzugswagen lieber zu groß oder fragst doch einen Profi um Rat…ansonsten hast du ein echtes Problem, wenn nicht all deine Sachen darin verstaut werden können.

Fehler #5: Waschmaschine nicht ausreichend sichern

Die Waschmaschine ist beim Umzug ein leidiges Thema, schließlich wiegen Standardmodelle schnell zwischen 60 und 100 Kilogramm. Aber nicht nur das Gewicht macht den Transport zur Herausforderung, sondern die Waschmaschine ist auch noch äußerst sensibel, wenn es um Erschütterungen geht. Schlimmstenfalls hängt sich die Trommel aus oder es entstehen andere typische Schäden – und dann bist du in der neuen Wohnung erst einmal mit der Fehlersuche beschäftigt. Oftmals kommst du dabei alleine nicht mehr weiter und musst einen teuren Profi kommen lassen. Umso wichtiger ist es, die Transportsicherung der Waschmaschine beim Kauf aufzubewahren und beim Umzug anzubringen. Zudem sollte die Waschmaschine vorsichtig transportiert werden. Wenn du ein Umzugsunternehmen beauftragt hast, gilt es, auf eine ausreichende Versicherung zu achten, damit es für eventuelle Schäden einspringen muss. Oder du fragst deinen Nachmieter, ob er die Waschmaschine ablösen möchte, sodass du dir den umständlichen Transport sparst.

Fehler #6: Neue Wohnung nicht (richtig) ausmessen

Gerade bei sperrigen Gegenständen wie der Waschmaschine oder dem Sofa stellt sich zudem die Frage, ob und wo diese in der neuen Wohnung überhaupt Platz haben. Eine Frage, die du unbedingt vor dem Umzugstag klären solltest, ansonsten stehen am Abend noch Möbel vor der Haustür und du weißt nicht, wo du diese unterbringen sollst. Wenn dann ein Regenguss kommt, sind sie unter Umständen reif für die Tonne. Sorgfältig auszumessen, ist daher eine Aufgabe vor deinem Umzug, die du nicht vernachlässigen darfst. Am besten machst du auch direkt einen groben Einrichtungsplan, wohin die großen Gegenstände sowie Möbel kommen. So hast du noch ausreichend Zeit, um diese zu verkaufen, falls du diese doch nicht mitnehmen kannst oder willst.

Fehler #7: Nicht vorher ausmisten

Apropos: Verkaufen, was du nicht mitnehmen willst – diese Devise gilt auch für alle anderen Besitztümer. Wenn du ohnehin alles in Kartons packen musst, lohnt sich nämlich das Ausmisten. So startest du ohne Altlasten in den neuen Lebensabschnitt und sparst zugleich Geld durch einen kleineren Umzugswagen sowie weniger benötigte Kartons.

Fehler #8: Die Umzugskartons nicht beschriften

Dem Ausmisten zum Trotz wirst du eine beachtliche Menge an Umzugskartons haben. Zehn, 20, 30 oder mehr Kartons kommen schnell zusammen und dann würde Chaos ausbrechen, wenn diese nicht beschriftet wären. Es ist deshalb hilfreich, diese mit System zu packen und entweder mit dem Inhalt zu beschriften, beispielsweise „Kleidung“, oder mit dem Raum, in welchen sie sollen, zum Beispiel „Wohnzimmer“. Das erleichtert deinen Umzugshelfern die Arbeit und dir die ersten Tage in der neuen Wohnung, wenn du beispielsweise nach deiner Schminktasche, einem Löffel oder anderen Dingen suchst, die du für deinen ganz normalen Alltag brauchst.

Fehler #9: Kühlschrank zu spät abtauen

Der Kühlschrank ist ein weiterer Stolperstein, denn auch hier musst du im Voraus denken. Der Kühlschrank oder auch eine Gefriertruhe sollte spätestens zwei Tage vor dem Umzug mit dem Abtauen beginnen. Zudem muss sich die Kühlflüssigkeit setzen. Das bedeutet: Du musst rechtzeitig mit dem Leeren starten, damit du keine Lebensmittel in den Müll werfen musst. Zudem brauchst du für die letzten beiden Tage vor und den ersten Tag nach dem Umzug ausreichend Essen, das nicht gekühlt werden muss – schließlich muss sich auch nach dem Transport die Kühlflüssigkeit erst wieder setzen.

Fehler #10: Nicht zum richtigen Zeitpunkt putzen (lassen)

Last but not least, kann das Putzen zum Zeitfresser werden. Einerseits musst du die alte Wohnung zumindest grob reinigen, andererseits möchtest du gewiss noch die neue Bude auf Vordermann bringen, bevor du deine Möbel & Co darin abstellst und dann nicht mehr in manche Ecken kommst. Organisier daher die Reinigung, sei es alleine, mit Freunden oder mit professioneller Hilfe. Bestenfalls putzt du zuerst die neue Wohnung, solange sie noch leer ist, um dann in die alte Wohnung zu wechseln, sobald deine Besitztümer ausgeräumt sind. Auf das richtige Timing kommt es also an!

 

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