Twitter diskutiert, was Zustimmung wirklich bedeutet

Tausende Frauen posten #MeToo in den sozialen Netzwerken und zeigen, wie alltäglich sexuelle Gewalt gegenüber Frauen ist. Unter dem Hashtag #WhatConsentMeansToMe wird jetzt eine wichtige Folgedebatte geführt: Was Zustimmung wirklich bedeutet.

Der erfolgreicher Hollywood-Produzent Harvey Weinstein soll im Laufe seiner Karriere dutzende Frauen sexuell belästigt haben. Der Fall hat weltweit für Empörung gesorgt und eine längst überfällige Debatte gestartet. In der viralen Kampagne #MeToo teilten tausende Frauen ihre Geschichten sexueller Gewalt in den sozialen Netzwerken und machten so deutlich, wie alltäglich und häufig sexuelle Belästigung und Übergriffe für Frauen sind. #WhatConsentMeansToMe, also was Zustimmung und Einwilligung zu sexuellen Handlungen wirklich bedeutet, führt das Thema weiter.

Die freiwillige und selbstbestimmte Zustimmung oder Einwilligung zu sexuellen Handlungen macht letztlich den Unterschied zwischen einvernehmlichen sexuellen Handlungen und Vergewaltigung oder sexueller Belästigung aus. Das mag logisch klingen, ist aber häufig Thema in Gerichtsverhandlungen zu sexuellen Straftaten. Im Fall des deutschen Models Gina-Lisa Lohfink hat selbst ein Video, auf dem das Opfer mehrmals "Hört auf" gesagt hat, nicht für eine Verurteilung ausgereicht.

Auf Twitter diskutieren UserInnen nun, wann Zustimmung tatsächlich Zustimmung ist. Auch wenn manche die Notwendigkeit der Diskussion nicht nachvollziehen können - so kompliziert sei es nämlich nicht:

Nein heißt Nein! Aber die Einwilligung zu sexuellen Handlungen ist nicht immer nur durch ein einfaches Ja oder Nein definiert: Wenn die/der Andere keine Antwort gibt, gibt es auch keine Einwilligung.

Zustimmung kann nur durch Kommunikation, verbal wie nonverbal, erteilt werden. Ohne eindeutige Einwilligung gibt es auch keine Zustimmung. Und die Einwilligung kann selbstverständlich auch wieder zurückgezogen werden.

Und selbstverständlich hat Zustimmung nichts mit der Kleidung oder dem generellen Benehmen zu tun.

Am Ende geht es um Respekt. Um Respekt vor der Selbstbestimmtheit anderer.

"Big Bang Theory"-Star Mayim Bialik sagt: ""Ich habe den Luxus, von mächtigen Männern übersehen zu werden."

 

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