Trump machte ersten Schritt gegen Abtreibung

Eine der ersten Entscheidungen Donald Trumps richtet sich gegen Frauenrechte.

Wenige Tage, nachdem Millionen Frauen gegen Trump auf die Straße gegangen sind, beweist der neue US-Präsident schon, warum er so unbeliebt bei ihnen ist.

US-Präsident Donald Trump hat zu Beginn seiner ersten vollen Woche im Amt eine Regelung im Umgang mit Abtreibung geändert - und damit den ersten Schritt gemacht, um Frauenrechte zu beschneiden. Die sogenannte "Mexiko-City-Policy" untersagt, dass ausländische Organisationen Entwicklungshilfegelder bekommen, wenn sie Abtreibungsberatung anbieten oder Abtreibungsempfehlungen aussprechen (auch wenn US-Gelder gar nicht für diesen Zweck verwendet werden würden).

24 Millionen Frauen betroffen


Diese Policy hat weitreichende Konsequenzen auf das Leben und die Gesundheit von cirka 24 Millionen Frauen weltweit, die mit den US-Geldern Zugang zu Verhütungsmitteln und verschiedenen Gesundheitsprogrammen hatten, wie die "Huffington Post" berichtet. Das Absurde daran: keines der US-Gelder wird für Abtreibungen ausgegeben, weil das sogenannte "Helms Amendment" aus dem Jahr 1973 das ohnehin verbietet. Trotzdem glauben die Befürworter der "Mexiko-City-Policy", dass diese notwendig ist, um das Ganze quasi in Stein zu meißeln.

Diese Policy ist eine der ersten, die Trump als US-Präsident - umgeben von Männern - unterzeichnet hat.

Damit ist etwas eingetreten, was viele Frauen befürchtet hatten: die Beschneidung ihrer Rechte. Denn diese Policy hat tödliche Folgen für Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern und Kriegsgebieten. Sie wurde unter Präsident Bill Clinton abgeschafft, dann von George W. Bush wieder eingeführt, von Barack Obama aufgehoben - und jetzt wieder von Donald Trump eingeführt.

Die Folgen dieser Policy sind daher bereits bekannt. Ein Bericht aus dem Jahr 2015 zeigt, dass nachdem sie von George W. Bush wieder eingeführt wurde, die US-Lieferungen von Verhütungsmitteln in 16 Entwicklungsländer gestoppt wurden. Ein WHO-Report aus dem Jahr 2011 hat herausgefunden, dass die Abtreibungsrate in Sub-Sahara-Afrika gestiegen ist, nachdem die Policy im Jahr 2001 wieder implementiert wurde - wahrscheinlich deshalb, weil die Frauen keinen Zugang mehr zu Verhütungsmitteln hatten und sie deshalb - unter oft lebensgefährlichen Bedingungen - abtreiben mussten.

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