Trump hat über 10.000 Mal öffentlich gelogen

Der „Fact Checker“ der Washington Post zählt Trumps gelogene und/oder irreführenden Behauptungen seit seiner Amtseinführung. Jetzt hat er die 10.000er-Marke geknackt.

Donald Trump, Fake News

Schon seit Tag 1, seit der angeblich am besten besuchten Amtseinführung, pflegt Donald Trump eine eher lockere Beziehung zu Fakten und Wahrheit. Letzten Freitag hat der US-Präsident aber einen ganz besonderen „Meilenstein“ erreicht: Nach 827 Tagen im Amt hat der US-Präsident inzwischen 10.000 Mal gelogen. Damit lügt Trump (auf seine gesamte bisherige Amtszeit gesehen) im Schnitt zwölf Mal pro Tag. Das geht aus einer Zählung der Washington Post hervor. Das Medienhaus hat alle „falschen und/oder irreführenden“ Aussagen Trumps, wie etwa seine Leugnung des Klimawandels, gezählt.

Der Schnitt der täglichen Lügen steigt

Das Faktencheck-Programm der Washington Post war ursprünglich nur für Trumps erste 100 Tage im Amt angedacht, wurde dann aber wegen großen Erfolges (?!) weitergeführt. Nach 601 Tagen im Amt hat Trump zum 5000. Mal gelogen – damals kam der Präsident auf durchschnittlich „nur“ acht Lügen pro Tagen. Nur 226 Tage später, also deutlich schneller als bei den ersten 5.000 Falschaussagen, knackte Trump nun vergangenen Freitag die 10.000er-Marke. In diesen letzten sieben Monaten kamen im Schnitt also täglich rund 26 Lügen aus Trumps Mund oder Feder. Die Frequenz und das Ausmaß ist demnach in jüngster Vergangenheit deutlich gestiegen.

Trump belügt am häufigsten seine AnhängerInnen

Die Häufung der Lügen – bzw. die Washington Post nennt es einen „Tsunami der Unwahrheit“ – könnte auf die Wahlkampfauftritte vor den Parlamentswahlen im vergangenen November zurückzuführen sein. Immerhin stellt der US-Präsident die meisten Falschbehauptungen gegenüber seinen AnhängerInnen auf. 22 Prozent seiner Lügen hat er bei Treffen mit WählerInnen in den Diskurs gestreut.

Er injiziert absichtlich falsche Informationen in die nationale Diskussion.

von Washington Post

Trump ist ein „Bottomless Pinocchio“

Für faktenfremde Aussagen vergibt die Washington Post seit Jahren den Negativpreis „Pinocchio“ – benannt nach der Figur, deren Nase beim Lügen immer länger wird. Bis zu vier Pinocchios gibt es, wenn Lügen außergewöhnlich dreist und eindeutig sind oder Falschaussagen ständig wiederholt werden. Weil bei Trump letztere Angewohnheit besonders ausgeprägt ist, wurde für ihn eine neue Kategorie eingeführt: der „Bottomless Pinocchio“ (zu Deutsch: der bodenlose Pinocchio). Der wird nur dann vergeben, wenn eine mit drei oder vier Pinocchios beurteilte Falschbehauptung mindestens 20 Mal wiederholt wurde. Trump erhielt den „Bottomless Pinocchio“ bereits 21 Mal.

 

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