Trenddiät "10 in 2"

Wer abnehmen will, für den klingen „Drei Kilo in fünf Tagen“-Versprechungen wie Musik. Doch die radikalen Ernährungspläne sind nicht alle sinnvoll – und schon gar nicht immer gesund. Nur jeden zweiten Tag essen? Wir haben die Trenddiät "10 in 2" unter die Lupe genommen.

Unter dem Begriff "Intervallfasten" fasst man jene Diäten zusammen, bei denen abwechselnd normal gegessen und gefastet wird. Bei der 10 in 2-Variante wechseln sich die Tage, an denen man isst, was man will, mit den Tagen ab, an denen man höchstens klare Brühe zu sich nimmt. Eine weitere Variante ist 5:2. An fünf Tagen pro Woche isst man normal, an den anderen konsumiert man höchstens 500 kcal. An welchen Wochen­tagen man fastet, ist frei wählbar.

Die Idee dahinter:

Es soll angeblich weniger ins Gewicht fallen, was man isst, als wann man isst. Im Schlaf produziert der Körper Hormone, die den Fettabbau fördern. Ist der Magen aber ständig voll, sind diese Hormone ausschließlich mit der Verdauung statt den Fettdepots ­beschäftigt.

Das meint Ernährungsberaterin Julia Pabst (resize.at):

Wer einen Tag nichts isst und einen Tag normal, wird abnehmen – eine simple Rechnung. Aber ­Vorsicht! 10 in 2 kann das Essverhalten negativ beeinflussen. Die Erfahrung zeigt, dass es nach einem Fastentag schwerfallen kann, ­normal zu essen. Und wer möchte echt ein Leben lang nur ­jeden zweiten Tag essen? Deshalb ist 10 in 2 kein ­Dauerkonzept! Wer derweil an zwei Tagen in der Woche fastet, kann einige Sünden ausgleichen. An den Fastentagen kann es aber zu Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Schlafproblemen kommen. Außerdem erreicht man das gleiche Kaloriendefizit einfacher, wenn man einfach täglich etwas weniger isst.

 

Aktuell