Trend zur Lebensgemeinschaft

Die Österreicher sind entgegen aller Annahmen nicht heiratsmüde, allerdings entscheiden sich immer weniger Ehepaare dazu, Kinder zu bekommen. Umgekehrt spricht eine wilde Ehe nicht mehr gegen Kinder. Dennoch sind die verheirateten Paare mit Kindern weit in der Überzahl, so die neuesten Daten der Statistik Austria.

In Österreich gibt es zwar noch genau so viele verheiratetet Paare wie vor 20 Jahren (1984: 1.700.000 und 2014: 1.704.000), allerdings entscheiden diese sich immer seltener dazu, Kinder zu bekommen. 1984 lebten bei 54 Prozent (in Zahlen: 1.107.000) der verheirateten Paare Kinder im Haushalt, 2014 war dies nur noch bei 39 Prozent (in Zahlen: 933.000) der Fall. Dafür entscheiden sich immer häufiger Paare ohne Trauschein Kinder zu bekommen. 1984 waren das nur 30.000 Paare, heute sind es 156.000 Paare. So die neuesten Daten der Statistik Austria.

Drei von vier Kindern leben somit bei verheirateten Eltern. Der Rest teilt sich auf Lebensgemeinschaften (16 Prozent) und getrennte Eltern (12 Prozent) auf. Sind die Eltern nicht mehr zusammen, dann leben die Kinder meist bei den Müttern (93 Prozent bzw. 139.000 Kinder), und nur knapp 7 Prozent (10.000 Kinder) bei den Vätern.

Doch nicht nur die Familienzusammenstellung ist meist klassisch, sondern auch die Arbeitsaufteilung. So befanden sich im vierten Quartal 2014 46,9 Prozent der Frauen in einem Teilzeitverhältnis, das bedeutet einen Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber 2013. Bei den Männern waren nur knapp 10,9 Prozent in einem Teilzeitjob, aber auch hier ist ein Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

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