Track up your life

10.000 Schritte sollst du täglich gehen – zumindest, wenn es nach der Weltgesundheitsagentur WHO geht. Die meisten von uns schaffen knapp ein Zehntel davon. Trackingarmbänder könnten das ändern. Sie zeichnen die Aktivitäten auf und sollen so zu mehr Bewegung motivieren. Wir haben das Fitbit Flex getestet.

Stylish ist es ja, das Trackingarmband Fitbit Flex: Blaugrau, mit einem Minidisplay aus Plastik hinter dem einzelne Lichter aufleuchten. Aber das muss es auch sein, schließlich soll es künftig rund um die Uhr mein Begleiter werden.

Das Fitbit Flex soll mir aufzeigen, wie viel ich mich am Tag wirklich bewege. Denn laut WHO kommt der durchschnittliche Europäer nur auf 1.000 Schritte täglich. Viel zu wenig: Die Empfehlung der WHO liegt bei 10.000 Schritten, was mir keinesfalls zu hoch gegriffen erscheint. Zumindest nicht für jemanden, der halbwegs fit ist. 10.000 Schritte entsprechen einer Distanz von etwa 6,3 Kilometern. Wer das regelmäßig macht, verbraucht zwischen 2.000 und 3.500 kcal pro Woche zusätzlich und senkt so den Blutdruck, sowie das Risiko von Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt deutlich.

Der Test

Vor Gebrauch muss das Fitbit Flex aufgeladen werden. Dann stellt man via Handy oder Computer einige persönliche Daten ein und setzt seine Ziele fest, wie zum Beispiel wie viele Schritte man täglich mindestens zurücklegen möchte. Anschließend legt man den Tracker in das passende Armband ein – in jedem Paket stehen zwei unterschiedliche Größen zur Auswahl. Dann heißt es Armband anlegen und schon kann es losgehen. Bis zu diesem Punkt war alles kinderleicht. Und wie es sich zeigt, bleibt es dabei auch.

Nicht einmal zum Händewaschen oder Duschen muss man das Fitbit Flex abnehmen, geschweige denn zum Schlafen. Im Gegenteil, der Tracker soll auch aufzeichnen wie lange man tatsächlich im Land der Träume schlummert.

Aller Anfang ist ungewohnt...

Die ersten Minuten sind etwas ungewohnt, aber schon bald vergesse ich meinen neuen Begleiter. Am Vormittag im Fitnessstudio habe ich ohnehin den Kopf mit anderen Dingen voll und beim nächsten Gegencheck mit dem Handy sehe ich, dass ich bereits mehr als 5.000 Schritt zurück gelegt habe. Na, wenn das kein guter Anfang ist. Das Aufleuchten der ersten beiden Lämpchen habe ich wohl versäumt. Der Tracker macht sich nämlich immer dann durch ein kurzes Aufleuchten und Vibrieren bemerkbar, sobald ein Fünftel des Tageszielszurück gelegt wurde. So weiß man immer, wie viel noch zu erledigen ist. Wer das – so wie ich – nicht mitbekommt, kann jederzeit durch ein leichtes Klopfen auf das Gerät oder mit den Handy den Ist-Stand kontrollieren.

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Die Funktionen

Neben den Schritten, die durch einen Beschleunigungsmesser erfasst werden, berechnet der Fitbit Flex auch die zurück gelegte Strecke sowie verbrannte Kalorien. Außerdem misst er Minuten mit sehr hoher Aktivität, sowie effektive Schlafzeiten und wie oft man nachts aufgewacht ist. Als besonderes Goodie kann zum Wecken ein Vibrationsalarm aktiviert werden. Wer es gerne noch ein wenige genauer hat, der kann zusätzlich selbst eintragen, was am Speiseplan gestanden ist und wie viel Flüssigkeit getrunken wurde.

Erste Bilanz

Ich bin am Ende des Tages jedenfalls zufrieden mit mir: Mein Ziel von 10.000 Schritten habe ich locker erreicht, es sind sogar fast 15.000 geworden. Das Aufzeichnen der Schlafenszeiten über Nacht klappt leider nicht, weil ich vergesse am Tracker über mehrmaliges Klopfen den Schlafmodus einzuschalten. In den folgenden Tagen denke ich auch daran und lasse mir so aufzeigen, wie viel ich geschlafen habe, wie oft ich wach war und ob und wie lange ich mich unruhig hin und her gewälzt habe.

Der Härtetest

Über das Handy kontrolliere ich die Schrittaufzeichnung live und bin erstaunt, wie genau diese wirklich ist. Auch das Tauchen im Schwimmbad übersteht der Fitbit Flex mit Bravour, wie es der Hersteller verspricht. Die Kalorienaufzeichnung lässt bei mir allerdings einige Fragen offen. Am Ende eines durchschnittlichen Tages habe ich 2.000 kcal verbraucht und das bei einer zurück gelegten Distanz von knapp 8 Kilometern. Ich vermute, dass es sich um eine Kombination von Grundumsatz plus Bewegungskalorien handelt. Anders wäre der hohe Kalorienverbrauch nicht zu erklären.

Ob es zum Bewegen motiviert? Absolut. An Tagen, an denen ich mein Ziel noch nicht erreicht hatte, habe ich noch extra eine Runde gedreht.

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