Touchscreens machen dich zu einer impulsiveren Shopperin

Schon wieder zuviel unnötiges Zeug im Warenkorb gelandet? Eine neue Studie hat den Übeltäter identifziert: Es ist dein Smartphone.

Plötzlich ergibt alles Sinn: eine neue Studie beweist, dass das Smartphone (Mit)-Schuld an unseren impulsiven Onlineeinkäufen trägt. Und es liegt nicht daran, dass das Smartphone ständig mit dabei ist, zu jeder Stunde Tür und Tor zu Kollektionen aus aller Welt öffnet, Kreditkarteninformationen und bevorzugte Lieferadresse abgespeichert und alles so wunderbar einfach ist.

Welches Endgerät wir zum Onlineshoppen verwenden, beeinflusst, was wir kaufen! Wissenschafter der University of British Columbia haben herausgefunden, dass Menschen rationaler einkaufen, wenn sie einen Desktopcomputer benutzen, als wenn sie ein Endgerät mit Touchscreen benutzen. Veröffentlicht wurde die Studie in der Septemberausgabe des Journal of Retailing and Consumer Services.

Smartphone-Shopper kaufen hedonistischer

In einem Expertiment haben die Studienteilnehmer am iPod Touch etwa eher dazu tendiert, einen hedonistischen Restaurantgutschein, als einen nützlicheren Supermarktgutschein zu kaufen. Die Desktopnutzer reagierten genau umgekehrt.

Die Forscher begründen diesen Unterschied damit, dass es einfach mehr Spaß macht, einen Touchscreen zu benutzen: "Benutzt ein Konsument ein Touchgerät, werden seine Gefühle von der Neuheit und dem Spaß der Fingerbewegungen beeinflusst - es ist eine erfahrbare und gefühlsbetonte Handlung, die zu der Verspieltheit und Emotionalität hedonistischer Produkte passt."

Wenn wir mit unseren Fingern also auf das T-Shirt-Bild tippen, mit Zeigefinger und Daumen größer zoomen und das ganze vielleicht sogar noch drehen können, empfinden wir so ein Vergnügen dabei, dass das Teil sogleich in unseren Warenkorb wandert.

Shoppen am Smartphone macht mehr Spaß

"Wenn die Teilnehmer ihre Touchgeräte benutzen, befinden sie sich in einer Denkweise, in der angenehme Produkte - Sachen, die wir eigentlich nicht brauchen - interessanter wirken und deshalb auch eher gekauft werden," erklärt Studienauto Ying Zhuthe Cut. "Andererseits am Desktop ist die Denkweise eine rationalere - das mag daran liegen, dass Desktopgeräte mit Logik und Arbeit assoziiert werden."

Vielleicht also lieber im Büro am Arbeitscomputer Onlineshoppen - das ist immerhin rational!

 

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