"Tote Mädchen lügen nicht" bekommt einen Warnhinweis

Mobbing, Intrigen, sexuelle Gewalt und Vergewaltigung, Drogenmissbrauch und schließlich Suizid. Die Netflix Serie "Tote Mädchen lügen nicht" zeigt eine schonungslose und dramatische Seite des Teenagerlebens und sorgte damit für einige Kontroversen.

In den USA warnen Gesundheitsorganisationen, dass die Serie den Zustand Jugendlicher mit psychischen Problemen verschlechtern könnte. In Neuseeland dürfen Minderjährige nicht ohne Erwachsene schauen und auch der Österreichische Psychotherapie-Verband sprach eine Warnung aus.

Bei der 2. Staffel wird Netflix nun Warnhinweisen schalten. Außerdem verweist der Streamingdienst auf eine Studie der Norhwestern University, die die Serie in ein besseres Licht rückt.

"Tote Mädchen lügen nicht" helfe Jugendlichen dabei, schwierige Themen zu verarbeiten

"Fast drei Viertel" der 5.000 befragten jugendlichen und minderjährigen SeherInnen hätten angegeben, dass die Serie ihnen geholfen habe, "harte Themen" zu verstehen und zu verarbeiten. Je nach Region hätten sich zwischen 40 und 55 Prozent der befragten Jugendlichen nach dem Konsum der Serie intensiver mit den behandelten Themen auseinandergesetzt. Die Hälfte der Befragten hat außerdem angegeben, sich bei Personen entschuldigt zu haben, die sie schlecht behandelt hätten.

Eltern wünschen sich mehr Information von Netflix

Die Hälfte der in der Studie ebenfalls interviewten Eltern gaben an, dass die Serie es leichter gemacht hätte, die schwierigen Themen mit ihren Kindern zu besprechen. Vielen habe die Serie überhaupt erst den Anstoß gegeben, diese Art von Gespräch zu führen und sich intensiver mit potentiellen Problemen ihrer Kinder auseinanderzusetzen. Mehr als zwei Drittel der Eltern wünschten sich jedoch mehr Infos zu den behandelten "harten Themen".

Auch darauf reagiert der Streamingdienst: Auf der Website 13ReasonsWhy.info geben GesundheitsexpertInnen Auskunft über psychische Erkrankung. Außerdem wurde bereits zur ersten Staffel die Aftershow "13 Reasons Why - Beyond the Reasons" produziert, in der die DarstellerInnen und ProduzentInnen gemeinsam mit GesundheitsexpertInnen über Themen wie Mobbing, Depression und sexuelle Gewalt sprechen.

 

Aktuell