Top-Qualität?

Unsere Rechtsexperten über Gefahren bei Aussagen in der Werbung

Wer in der Werbung behauptet, dass seine Produkte zu einer Spitzengruppe gehören, riskiert eine Klage samt einstweiliger Verfügung wegen Irreführung nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, wenn tatsächlich keine erstklassige Qualität vorliegt und nachgewiesen werden kann. Eine Verurteilung hat üblicherweise auch die unangenehme Folge der Urteilsveröffentlichung.

Einzelne Aussagen im Zusammenhang mit Top-Qualität werden zwar generell nicht wörtlich aufgefasst, trotzdem erwecken sie leicht den Eindruck von überdurchschnittlicher oder erstklassiger Qualität. Vor allem die Verwendung von mehreren Superlativen wird von der Rechtsprechung als Behauptung der Zugehörigkeit zu einer Spitzengruppe oder sogar als sogenannte „Alleinstellungswerbung" angesehen. Wesentlich ist der Gesamtzusammenhang der getätigten Aussagen, auch in Kombination mit Bildern etc. , und wie dieser auf die sogenannten „beteiligten Verkehrskreise", also die Adressaten der Werbung, wirkt.

Um Kosten aus einem Rechtsstreit und die negative Wirkung einer Urteilsveröffentlichung zu vermeiden empfiehlt es sich daher, Werbepublikationen vorab rechtlich prüfen zu lassen.

Sie haben eine konkrete Frage oder ein konkretes Problem zu dem/der Sie gerne eine rechtliche Fachmeinung hätten? Ein Thema, das auch für andere Userinnen interessant sein könnte?

Dann schicken Sie uns Ihre Frage einfach an feedback@typischich.at

Aus den eingehenden Emails wählen wir jedes Monat eine aus, die von unseren Expertinnen beantwortet und auf typischich.at nachzulesen sein wird..
 

Aktuell