Tipps fürs Mietauto

So ein Roadtrip ist wohl das Paradebeispiel für einen freien, selbst bestimmten, sorglosen Urlaub - stimmt, wenn da nicht die Fallen beim Auto Mieten wären. Aber mit unseren Tipps können Sie auch diese umgehen. Damit einem locker-leichten Start ins Abenteuer nichts im Weg steht.

Was, 200 USD mehr?! Der Blick auf die Rechnung des Autovermieters kann den Start in den Urlaub ganz schön vermiesen. Hier ein notwendiges Zubehör, da eine Haftpflichtversicherung und dort eine Tankgebühr - von Schnäppchen kann jetzt keine Rede mehr sein.

Dabei ließe es sich so einfach vermeiden, in diese Fallen zu tappen:

1. Der frühe Vogel...

Wer schon vorzeitig mit der Planung beginnt, kann sich die eigenen Anforderungen überlegen. Gibt es nur einen Lenker oder mehere? Möchte man mit dem Auto über die Grenzen fahren? Dann kann man gezielt suchen. Darüber hinaus werden die Mietwägen mit der Zeit teurer und in Hochsaisonen kann es passieren, dass es keine Autos im gewünschten Segment mehr gibt. Außerdem bleibt beim rechtzeitigen Start genug Zeit, Tipp Nummer 2 zu befolgen:

2. Vergleich macht sicher

Die Angebote der Autovermieter unterscheiden sich vor allem in Details. Ein Vergleich lohnt sich auch hinsichtlich der Verleihstationen, denn die sind am Flughafen oft teurer als in der Stadt.

3. Auf Nummer sicher gehen

Auch wenn eine Versicherung im ersten Moment mehr kostet, im Schadensfall erspart man sich einiges! Bei den Packages der Anbieter sollte eine Vollkaskoversicherung inkludiert sein - möglichst ohne Selbstbeteiligung. Auch zwingend erforderlich ist eine Diebstahlversicherung, wenn sie nicht in der Vollkaskoversicherung inkludiert ist. Machen Sie sich über die Höhe der Haftpflichtdeckungssumme schlau und überlegen Sie, ob eine die Automiete umfassende Rechtsschutzversicherung für Sie sinnvoll ist. In diesem Fall werden bei Streit Anwalts- und eventuelle Gerichtskosten getragen.

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4. Kontrolle

Das heißt nicht nur, sich das Fahrzeug genau anzuschauen und etwaige Schäden zu dokumentieren. In manchen Ländern haftet der Fahrer des Wagens für Mängel wie abgefahrene Reifen. Geben Sie Strafzettel, die daraus resultieren, trotzdem an den Vermieter weiter. Fragen Sie außerdem, wie Sie sich bei Panne, Unfall oder Diebstahl verhalten müssen und verlangen Sie eine Telefonnummer für den Notfall. Stellen Sie sicher, ob Benzin oder Diesel getankt und ob das Fahrzeug vollgetankt übergeben werden muss. Lassen Sie sich etwaige Kautionen schriftlich bestätigen und prüfen Sie Einzel- bzw. Gesamtpreise.

5. Abgeben wie annehmen

Wird diese Regel nicht eingehalten, und man gibt das Fahrzeug zum Beispiel stark verschmutzt zurück, kommt eine Extra-Rechnung. Am idealsten ist es, das Auto zu den Geschäftszeiten des Vermieters zu retournieren. Ist das Fahrzeug unbeschädigt, muss man Ihnen das an Ort und Stelle bestätigen. Für den Fall, dass Sie nicht pünktlich erscheinen können, riskieren Sie weitere "Strafzahlungen".

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Zum Schluss noch ein Ratschlag eines ÖAMTC-Experten: Am sichersten ist es, den Mietwagen schon von zuhause aus zu buchen - über ein Reisebüro oder einen Anbieter, die auch "fly and drive"-Services mit Flug und Mietwagen im Paket hat. Im Reklamationsfall kommt dabei österreichisches Konsumentenschutzrecht zur Anwendung und der Veranstalter trägt die Beweislast.

 

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