Tipps für gesunde und schöne Haare

Wer den Haarschaden hat, braucht den Spott nicht länger zu fürchten! Denn eine gepflegte Grundsanierung der Haare lässt die kaputte Mähne wieder erstrahlen. Noch besser ist aber, wenn Sie Ihr Haar gar nicht erst auf die Zerreißprobe stellen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Spliss, brüchige und trockene Haare vermeiden.

Nur gesundes Haar ist schönes Haar. Warum eigentlich?

Gesundes Haar besteht zu etwa 80 Prozent aus Keratin, einem sehr elastischen Eiweiß. Der Rest sind 10-15 Prozent Wasser, das das Haar beweglich und geschmeidig hält. Und ca. 10 Prozent machen Lipide aus, die die Haare schützend umhüllen und glänzen lassen. Eine 8- bis 10-lagige Hornschuppenschicht, die bei gesundem Haar wie Dachschindeln glatt übereinanderliegt (und so auch das Licht super reflektiert), schützt zudem das Haarinnere. Wird sie aber aufgeraut oder abgetragen - etwa durch falsche oder mangelnde Pflege -, liegen die inneren Fasern brach und Schadstoffe können ungehindert eindringen. Dadurch werden die genannten Komponenten in ihrer Zusammensetzung oder Beschaffenheit verändert. Und das führt nach und nach zu Trockenheit, Rauheit, Glanzlosigkeit, Brüchigkeit und Spliss.

Ich tu meinem Haar doch gar nichts Böses! Oder?

Das Haar nicht zu schädigen, ist eigentlich unmöglich. Denn dann dürften Sie es weder kolorieren noch föhnen, glätten, bürsten, toupieren, offen oder geschlossen tragen. Die Frage ist also nicht ob, sondern wie stark Sie Ihren Schopf in Mitleidenschaft ziehen.

Haarkiller 1: Hitze

Föhnen oder Glätten sind strukturverändernde Risiken: Wird das Haar dabei nämlich zu heiß, verfestigt sich das Keratin, die Lipide schmelzen, das Wasser verdampft. Das Haar wird zunehmend stumpfer und strohiger. Das Stylen verspricht hier vermeintlich schnelle Abhilfe, verschlimmert die Situation aber.

Tipp: Nur mit moderater Wärme föhnen und die Strähnen lieber etwas langsamer als mehrmals durch den Glätter ziehen. Gut auch: regelmäßig ein paar Tage Stylingpause einlegen und immer einen Hitzeschutz verwenden. Der neue Glätter von Braun stellt derweil eine Innovation in puncto schonenderen Stylings dar: Nachdem man Haardicke, -länge und Farbzustand eingestellt hat, messen Sensoren 20-mal pro Sekunde den Feuchtigkeitsgehalt des Haars und passen die Temperatur an. Zudem gibt ein Symbol an, ob das Haar trocken genug zum Glätten ist.

Haarkiller 2: Reibung

Durch die Reibung von Bürste, Kamm, Handtuch, Haargummi und Kleidung wird die Schuppenschicht aufgeraut und abgetragen.
TIPP: Conditioner benutzen, das Haar nicht trockenrubbeln, sondern -drücken und behutsam entwirren, gut verarbeitete Bürsten und Kämme (ohne scharfe Schweißnähte oder Borsten) verwenden, das Haar mal offen, mal geschlossen tragen, die Pferdeschwanzhöhe variieren, metallfreie Gummis verwenden und keine Haushaltsgummis zweckentfremden.

Haarkiller 3: Chemische Behandlungen

Blondierungen, Kolorationen und Dauerwellen brechen die Schuppenschicht immer wieder chemisch auf.

Tipp: Wirklich immer nur den Ansatz nachbehandeln!


Wie Ihr Haar wieder gesund und schön wird, lesen Sie auf Seite 2...

Wird mein kaputtes Haar jemals wieder schön und gesund?

Von wegen die Zeit heilt alle Wunden! Haar ist "totes" Material, das sich nicht von selbst regeneriert. Wenn Sie es aber künftig schonen, kann die äußere Schuppenschicht mit spezieller Pflege wieder geglättet und Lücken im Inneren aufgefüllt werden. Geschädigtes Haar wird dadurch zwar nicht wieder gesund (da hilft nur abschneiden und nachwachsen lassen), aber es sieht zumindest wieder so aus. "Das ist wie bei einem Loch im Pulli: Man kann es stopfen, aber der Urzustand lässt sich nicht mehr herstellen", meint Haarprofi Maiken Ross.

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  • Lösung Nr. 1: Haaröle

Haaröle sind die Shootingstars zur Behandlung und Vorbeugung von kaputtem Haar. Sie glätten die Schuppenschicht (wieder), versiegeln feinste Risse auf der Oberfläche, nähren ohne zu beschweren und bilden einen zusätzlichen Schutzfilm. Wird es noch im feuchten Haar verteilt, schützt es sogar vor Hitze beim Styling.

  • Lösung Nr. 2: Keratine

Zur Behandlung innerer Strukturschäden setzen die Firmen bei der Herstellung ihrer Produkte bevorzugt auf haaridentische Keratine: "Sie weisen die gleiche spiralförmige Struktur auf wie das Haar-Keratin und fügen sich so besonders gut in die Lücken ein", so Elisabeth Poppe, Produktentwicklungsleiterin bei Henkel.

  • Lösung Nr. 3: Positive & negative Ladung

Einige Produkte nutzen zudem die Erkenntnis, dass geschädigte Stellen eine positive Ladung aufweisen: Sie bringen negativ geladene Pflegestoffe ein. Durch die so entstehende elektrische Anziehung können die Inhaltsstoffe gezielter wirken.

Tipp: Repair-Produkte müssen konsequent verwendet werden, Peelingshampoos sind tabu. Sonst stellt sich die Schuppenschicht wieder auf und die provisorische Füllung wird wieder abgetragen.

 

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