Tipps für einen verliebten Herbst

Wenn die Natur sich für den Winterschlaf vorbereitet, neigen auch wir Menschen dazu, die Leidenschaft runterzufahren. Wie das nicht auf Kosten der Beziehung geht und der Herbst nicht nur kuschelig, sondern auch heiß wird, verrät Beziehungsexperte Dominik Borde.

1. Selbstwert ist Eigenverantwortung

Wer mit sich selbst ständig unzufrieden ist oder sich mehr und mehr gehen lässt, wirkt für sein Gegenüber auf Dauer nicht attraktiv.
Natürlich hat jeder von uns mal einen schlechten Tag und darf sich selbst bemitleiden, das ist nur allzu menschlich. Sowenig Frauen einen „bedürftigen“ Mann umsorgen oder sein verletztes Ego heilen wollen, sowenig wollen Männer Frauen, die permanent Selbstkritik üben und ihren Selbstwert schmälern. Jeder und jede fühlt sich von selbstbewussten Partnern angezogen!

2. Hör auf zu messen und mach den ersten Schritt!

Nichts belastet eine Liebesbeziehung mehr als Gleichgültigkeit und mangelnde Eigeninitiative. Der bloße Wille allein reicht nicht aus, um dauerhaft Liebe und Leidenschaft, Nähe und Verbindung zwischen zwei Menschen aufrechtzuerhalten.
Wer dabei den Anfang macht, sollte egal sein: Paare, die langfristig miteinander glücklich sind, machen gegenseitiges Geben und Nehmen ohne Messen möglich.

3. Sorge für die richtige Mischung aus Nähe und Distanz!

Dominik Borde: „Über kurz oder lang erschüttern zwei völlig konträre Bedürfnisse die Welt eines jeden Paares: Sicherheit und Unsicherheit! Nur wem es gelingt, spannende Leidenschaft auch im Alltag einer fixen Beziehung zu leben, der wird den Himmel auf Erden finden.“

Die Lust aufeinander in einer festen Partnerschaft zu erhalten, stellt wohl eine der größten Herausforderungen in einer Beziehung dar und erfordert einen lockeren Umgang mit zwei fundamentalen, aber völlig gegensätzlichen, menschlichen Bedürfnissen:
Sicherheit und Geborgenheit. Wir wollen uns auf den Partner verlassen können, wünschen uns Treue und Verbindlichkeit und wollen die verankernde und erdende Erfahrung eines emotionalen Zuhauses erleben. Wenn wir aber immer wissen, was geschieht, wie es geschieht und wann es geschieht, wird uns genau dieses Zuhause langweilig!
Unsicherheit und Abenteuer: Wir wollen Neues erleben, Unbekanntes kennenlernen und uns überraschen lassen. Und wir sehnen uns nach dem Kribbeln, das aus Neuanfängen, Risiken und Unerwartetem entsteht.

Das Bewusstsein ob dieser konträren Bedürfnisse und die Bereitschaft, auf beide gleichermaßen einzugehen, sind die ersten Schritte auf dem Weg zu einer stabilen und gleichzeitig leidenschaftlichen Beziehung.

4. Wer nicht sagt, was er will, wird es auch nicht bekommen!

Das Zauberwort lautet: Kommunikation! Um Veränderungen in die Partnerschaft integrieren zu können, müssen sie auch angesprochen werden. Denn ohne Mut zur Ehrlichkeit werden die Gemeinsamkeiten eines Paares – vor allem auch in sexueller Hinsicht – auf das reduziert, was sich in der Anfangsphase der Beziehung „ergeben hat“. Jeder Mensch verändert und entwickelt sich, also sollte sich auch in einer Partnerschaft etwas entwickeln.

5. Schaffe gemeinsame Rituale

Was in der Hektik des Alltags am schnellsten verloren geht, ist Zeit zu zweit. Sie muss oft aktiv geschaffen werden – und das ist nur auf den ersten Blick unromantisch. Wer gemeinsame, einfach umsetzbare Rituale installiert, wird schnell merken, wie wichtig und belebend diese „Quality Time“ für das Wohlbefinden der ganzen Beziehung ist, und möchte sie bald nicht mehr missen.

Beispiele für Paar-Rituale:
Täglich: eine gemeinsame Tasse Kaffee oder Tee am Morgen oder abends nach der Arbeit, eine gemeinsame Runde durch den Garten oder ein Bummel durch die Stadt.
Wöchentlich: einmal in der Woche zu zweit essen gehen und sich fragen: „Was haben wir zu feiern?“
Monatlich: Ein Rendezvous, mit dem sich die Partner abwechselnd überraschen.
Vierteljährlich: Verbringen Sie ein Wochenende nur als Paar.

Was ist anziehender als ein Mensch, der Humor besitzt und das Lachen nicht verlernt hat?
von Dominik Borde


6. Nimm’s gelassen und mit Humor!

In jeder Lebenslage wirkt es befreiend, den Dingen mit mehr Gelassenheit zu begegnen. Wer fehlerfreundlicher mit sich selbst und anderen ist und akzeptiert, dass Perfektion nicht möglich ist, macht einen großen Schritt in eine neue Freiheit!
„Es gibt nur einen Weg, depressiv zu sein und depressiv zu bleiben: Konzentriere dich ständig nur auf dich selbst und was du nicht bekommst!“, fasst Boach Dominik Borde zusammen. „Mit der Wertschätzung und Dankbarkeit für das, was man bereits hat, wird sich ganz automatisch Freude einstellen, mit der Freude kommt auch der Humor. Und was ist anziehender als ein erwachsener Mensch, der Humor besitzt und das Lachen nicht verlernt hat?“

Dominik Borde MSc ist Beziehungsexperte, Coach und Autor. Er hat mehrere Fachbücher und zahlreiche Artikel zum Thema Beziehungsgestaltung veröffentlicht. Über seine berufliche Laufbahn hinweg hat der ehemalige Manager und vierfache Vater viel Erfahrung im Bereich Kommunikation und Mediation gesammelt. Nach einer Ausbildung zum ICF-zertifizierten Trainer und Coach unterstützt Borde seine Klienten in allen Lebensbereichen.

www.sozialdynamik.at

 

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