Tinnitus

Es gibt rund 400 Ursachen für den Tinnitus, doch fast keine Problemlösungen. Was der Tinnitus wirklich ist, woher er größtenteils kommt und wie man ihn bekämpfen kann, erfahren Sie hier.

Vincent van Gogh schnitt sich das Ohr ab, Ludwig van Beethoven wurde fast verrückt und fast 800.000 Österreicher litten zumindest zeitweise unter den quälenden bis lästigen Ohrgeräuschen. Ununterbrochen hört man etwas, man ist nie allein, hat nie Ruhe. Manche Betroffene werden durch das Geräusch dermaßen beeinträchtigt, dass sie nicht mehr schlafen oder arbeiten können.

Der Tinnitus wird oft als Rauschen, Sausen, Zischen, Klingeln, Pfeifen, Summen, Surren, Zirpen oder Maschinengeräusch (Dröhnen, Klopfen) beschrieben. Die Töne und Geräusche können in Lautstärke und Intensität variieren, dauerhaft oder periodisch auftreten, sowie in einem Ohr, in beiden Ohren oder im Kopf wahrgenommen werden. Manchmal geht Tinnitus mit einer verminderten Hörfunktion einher, selten aber mit Schwindel.

Ursachen

Der Tinnitus hat viele Ursprünge, doch die häufigsten sind:

  • Mittelohrerkrankungen mit Störung der Schallübertragung
  • Entzündungen des Ohrs
  • virale und bakterielle Infekte
  • Verletzungen des Trommelfells
  • altersbedingte Hörminderung
  • knöcherne Vorsprünge (Exostosen) im äußeren Gehörgang
  • Lärmereignisse (Lärm-/Knalltraumata)
  • Tauchunfälle (z.B. Dekompressionskrankheit)
  • Morbus Ménière (Druckgefühl im Ohr, Drehschwindel mit Erbrechen und zunehmende Schwerhörigkeit des betroffenen Ohres)
  • Hörsturz


Mögliche Folgeschäden

In vielen Fällen gehören Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten zum Alltag dazu. Leider bleibt das nicht immer dabei: Angstzustände, Depression und/oder Arbeitsunfähigkeit tauchen ich Extremfällen auf, die aber immer häufiger werden.

Formen

Nach dem Zeitraum des Wahrnehmens eines Tinnitus werden zwei Formen unterschieden:

  • akuter Tinnitus (Dauer: Bis 3 Monate)
  • chronischer Tinnitus (Dauer: Über 3 Monate)

Über Therapiemöglichkeiten erfahren Sie auf Seite 2...

Ich finde es wichtig, nichts unversucht zu lassen. Auch wenn man viele Enttäuschungen in Kauf nehmen muss und sich mit vielen unwissenden Ärzten herumschlagen muss. In meinem Fall wurde mein Tinnitus (ausgelöst durch eine Mittelohrentzündung) von einer HNO-Ärztin nur belächelt und nicht ernst genommen. Weil ich ihr anfangst glaubte, sind wichtige Monate verstrichen und aus einem aktuen wurde ein chronischer Tinnitus. Ich habe zwar gelernt mit ihm zu leben, trotzdem werde ich weiterhin versuchen neue Therapiemethoden zu finden, die mir irgendwann vielleicht helfen werden.
von Eine Betroffene
Unter „Tinnitus“ (lat. tinnire=klingeln) versteht man jede Art von Ohr- und Kopfgeräuschen, die auf keine äußere Schallquelle zurückzuführen sind.

Den gängigen „subjektiven Tinnitus“ kann nur der Betroffene allein hören. Vermutlich dürfte eine Funktionsstörung im Innenohr dafür verantwortlich sein, dass diese Geräusche vom Gehirn des Betroffenen gedacht werden. Sie sind aber nicht eingebildet.

Therapien

So groß die Anzahl der Ursachen ist, so vielzählig sind auch die Therapiemöglichkeiten. Doch wirkt (fast) keine zu 100 Prozent. Die Tinnitusbehandlung erfolgt immer individuell. Die Ausgangslage und der persönliche Leidensdruck sind ausschlaggebend, um die richtige Behandlung von Tinnitus zu gewährleisten. Einige mehr oder weniger erfolgreiche Methoden sind:

  • Akkupunktur
  • Infusionstherapie (Auch bei Hörsturz: Substanzen, die die Fließeigenschaften des Blutes und dadurch die Versorgung des Innenohrs mit Blut und Sauerstoff verbessern sollen. Doch aufgepasst: Es kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie zwar besser hören, dadurch der Tinnitus aber noch lauter wirkt.)
  • Alternativmedizin
  • Hörgeräte
  • Psychologische Behandlungen

Zitate (be51b1e3)

Die derzeit am meisten gepriesene Methode ist die Therapie mit Hörgeräten. Sofort nach Einsetzung des Hörgerätes soll das Geräusch fast nicht mehr Wahrnehmbar sein. Nach einigen Monaten sollte der Tinnitus auch nach der Entfernung des Geräts deutlich leiser geworden sein. Oftmals raten die Ärzte aber zu psychologischen Methoden, man sollte lernen mit dem Geräusch zu leben, anstatt gegen ihn anzukämpfen.

 

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