TIME-Magazine kürt Greta Thunberg zur "Person of the Year“

Mit 16 Jahren ist Klima-Aktivistin Greta Thunberg die jüngste Preisträgerin der Geschichte. Durch die Fridays for Future-Streiks für den Klimaschutz wurde sie weltweit bekannt.

Greta Thunberg beim Klimagipfel

An Greta Thunberg ist 2019 wohl keiner vorbeigekommen (und das ist auch gut so!) – kein Wunder also, dass das einflussreiche US-Magazin TIME die schwedische Klimaaktivistin zur "Person of the Year“ kürte. Durch die Fridays für Future-Bewegung sorgte die Schwedin weltweit für Aufsehen und inspirierte Millionen Menschen, auf die Straße zu gehen und politische Maßnahmen zum Klimaschutz einzufordern.

Gründe für Auszeichnung

Laut TIME sei es der 16-Jährigen gelungen, "Sorgen über den Planeten in eine weltweite Bewegung zu verwandeln, die einen globalen Wandel verlangt“."Greta Thunberg ist die überzeugendste Stimme zur wichtigsten Angelegenheit unseres Planeten geworden", begründet TIME seine Entscheidung weiter.

Kritik an Regierungen: "Überhaupt kein Gefühl der Dringlichkeit“

Beim heutigen Klimagipfel in Madrid kritisierte Thunberg die Regierungen wohlhabender Staaten für ihre Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel. Sie warnte eindringlich vor den Folgen, würden die Ziele des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad verfehlt werden. Laut Thunberg zähle nämlich "jeder Bruchteil eines Grades“. Darüber hinaus prangerte sie an, dass die Verhandlungen in Madrid so schleppend vorankämen, es gäbe "überhaupt kein Gefühl der Dringlichkeit“.

Eine große Gefahr läge laut Thunberg darin, dass "Politiker und Konzernchefs es so aussehen lassen, als würden sie etwas tun – wenn in Wirklichkeit fast nichts getan wird, außer clevere Buchhaltung und PR“. Bei aller Kritik fand Thunberg abschließend doch noch ein paar (zumindest teils) aufmunternde Worte: So gebe es sehr wohl Hoffnung, allerdings käme diese nicht von Regierungen, sondern vom Volk.

 

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