Tils Taufe

Tatort Hamburg. Eine neue Ära beginnt. Der umstrittenste Bulle aller Zeiten trat am SONNTAG seinen Dienst an: Til Schweiger. Bereits im Vorfeld gab es heftige Diskussionen um Schweigers Extrawürste. Wird Til uns nun den Sonntagabend versüßen oder vernuscheln? Wir haben die Antwort.


Knallharte Action, treffsichere Gags und eine Prise „Knackarsch"-Erotik.
Die TV-Nation blickt sonntagabends gespannt auf den Bildschirm. Wird Til Schweiger bei seinem Debüt als neuer Hamburger Kriminalhauptkommissar alle Erwartungen erfüllen?

Bereits im Vorfeld stiegen die Wogen der Empörung hoch. Das Mitspracherecht, dass der deutsche Star dem TV-Sender NDR bei der Hamburger Tatort-Produktion abverlangte, überstieg alle branchenüblichen Grenzen: Schweiger kritisierte dreist den kultigen Tatort-Vorspann, bestand auf der höchsten Gage, die je an einen Tatort-Ermittler ausgezahlt wurde, ließ seinen Drehbuch-Namen ändern und besetzte die Nebenrollen selbst: So darf beispielsweise Schweigers Tochter Luna auch im Tatort sein Teenager-Töchterchen spielen und Schweiger Freund-Fahri Yardim Schweigers „Cop-Partner" im Tatort geben.

Tils Taufe

Aber die Mühe lohnt: Reden ist Silber, Schweiger eben Gold. Er weiß, wie man es krachen lassen muss, um die männlichen Zusehen an der Stange zu halten und wann man(n) die seine zarte Seiten zum Vorschein bringt, um auch weibliche Krimi-Fans nicht zu enttäuschen. Und so ballert, prügelt und schießt Nick Tschiller alias Til Schweiger in bester „Schimi"-Manier während er gleichzeitig jugendliche Zwangsprostituierte rettet, Hühnersüppchen kocht und das Frühstücksei fürs liebeskranke Töchterlein zubereitet.

„Schiller wie der Dichter?“ „Ne, mit T vorne. Tschiller. Ich nuschel’n bisschen.“
von Serienheld mit chilligem Namen

Genuschelt wird natürlich trotzdem. Aber weil Til Schweiger mit fast 50 Jahren nichts mehr peinlich ist, hat er sich sogar seinen Sprachfehler ins Tatort-Drehbuch schreiben lassen. Auch auf andere Insider-Gags darf man sich in „Willkommen in Hamburg" freuen: Beispielsweise auf das Aufeinandertreffen eines anderen neuen Tatort-Ermittlers: Wotan Wilke Wöhring darf seinen Ressort-Kollegen auf der Herrentoilette treffen. Hamburg ist eben groß genau für zwei Alpha-Ermittler.

Während Luna Schweiger (entbehrlich) den Papi-Hauptkommissar mit Teenager-Knatsch von seinen Ermittlungspflichten abhält und seine Ex-Flamme Sandra (erstaunlich farblos: Mavie Hörbiger) ins Milieu entgleitet, hat wenigstens Staatsanwältin Hanna Lennerz ein waches Auge auf das kernige Hinterteil des durchtrainierten Ballermanns.

Ja, Hamburgs Unterwelt kann sich auf was gefasst machen. Und auch wir schalten wieder ein, wenn Tschiller und sein Kollege Gümer Verbrecher jagen.

Bei einer routinemäßigen Wohnungsüberprüfung stechen EX-LKM Nick Tschiller (Til Schweiger) und sein Kollege Yalcin Gümer (Fahri Yardim) in ein Wespennest: Hier versteckt der brutale Astan-Clan minderjährige Zwangsprostituierte. Im Eifer des Gefechts wird Gümer verletzt und Tschiller erschießt in Notwehr drei Clan-Mitglieder. Während gegen Tschiller interne Ermittlungen laufen, sterben Zeugen, die vor Gericht gegen den inhaftierten Clanchef Firat Astan aussagen wollten, wie die Fliegen. In die Schusslinie geraten Max Brenner, Nicks ehemaliger Partner beim LKA, und Tereza, eine Zwangsprostituierte, die ihre Schwester aus den Fängen des Clans befreien will.
 

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