TikTok sammelt, was Bräute bereuen: Auf diese Dinge musst du bei deiner Hochzeit achten

Es soll der schönste Tag des Lebens werden - und plötzlich tut der Schädel weh, die Fotos sind grausig und man beginnt den ersten Tag der Ehe mit Schulden, die man jahrelang zurückzahlt. Auf TikTok teilen Bräute, welche Ausgaben sie bereut haben und was sie angehenden Heiratenden mitgeben möchten.

Braut im Wald mit Strauß

Was würdest du ändern, wenn du deinen großen Tag noch einmal wiederholen könntest? Von versteckten Kosten, unnötigen Services und anstrengenden Gäst*innen: Ida Giancola, alias @dionysian.girl, hat mit ihrem Video auf TikTok zu "Wedding Regrets" einen Trend ausgelöst, bei dem sich (ehemalige) Bräute über den Hochzeitstag austauschen.

@dionysian.girl Wedding advice #bride#weddingadvice#2022bride#weddingdress#advice#marriage♬ original sound - Ida

Wenn es auch wie ein Tabuthema wirken mag - wer möchte schon schlecht über die eigene Hochzeit sprechen? - ist es wichtig, über diese Traditionen zu reflektieren und diskutieren. Was wird aus Gewohnheit übernommen? Welche Elemente beeinhalten Wünsche der (Schwieger-)eltern und sind für das Brautpaar völlig irrelevant? Muss die Gästeliste wirklich jede Person des Umfelds inkludieren, oder kann eine Teilhabe alternativ gelöst werden?

Kosten

Im Mittelpunkt steht natürlich der Kostenpunkt: Wofür muss wirklich Geld ausgegeben werden, was lohnt sich, was erleichtert das Ehepaar? Hier sind sich die Bräute fast durchgehend einig: weniger ist mehr! Eine große Gästeliste erhöht nur Kosten und Stress. Der Kurier berichtete etwa 2015, dass sich Österreicher*innen die Hochzeit knapp 5000 Euro kosten lassen. Damit liegen wir knapp unter dem deutschen Durchschnitt. Das beinhaltet aber nur direkte Kosten für den Tag - Kosten, die Monate vorher entstehen, etwa durch Kautionen, Einladungen, Hochzeitsreise und Planung oder auch finanzielle Unterstützung für die Familie zur Anreise, werden hierbei nicht mitberechnet.
Paare sollten sich daher vorher fragen, was wirklich für den perfekten Tag nötig ist. Ziel der Hochzeitsindustrie ist, einen über den emotionalen Wert des Tages in weitere Kosten reinzureden. Bleibt also bei Verhandlungen beharrlich. In das gemeinsame Leben mit Hochzeitsschulden zu starten, ist nämlich gängiger, als man denkt.

Umfang

Vielleicht wünscht man sich die Party des Jahres. Vielleicht möchte aber auch einfach nur Mama, dass auch die Cousine dritten Grads eingeladen wird. Wie auch immer: Schaut darauf, dass die Gästeliste überschaubar bleibt.
"Wenn ich noch einmal heiraten könnte, würde ich die Feier schlichtweg verkleinern. So viele Details habe ich als Braut verpasst, weil es zu viele Gäste gab: Cocktails, Desserts, Snacks, meine Eltern verpassten den Fotoautomat und ich habe es nicht geschafft, einen Drink bei der Bar zu holen. (...) Du brauchst so viel Zeit um jeden zu begrüßen und sich auszutauschen, dass keine Zeit mehr für dich selbst bleibt. 75-80 Gäste reichen", so Giancola. Wer also am Hochzeitstag auch selbst feiern und den Po auf das Tanzparkett schwingen möchte, sollte klare Limits setzen. (Und nein, ihr dürft euch nicht von halb-bekannten Nachbar*innen in eine Einladung reinzwingen lassen!)

Styling

Muss es wirklich die große, pompöse Frisur sein? Eyeliner, der Kim Kardashian circa 2009 neidisch machen würde? TikTok ist sich einig: Lieber überlegen, welche Frisuren man selbst und der Schädel gewohnt sind. Denn im Laufe des Abends eine Migräne zu bekommen, weil das Gewicht schlichtweg zu hoch ist, verdirbt schon ein bisserl die Stimmung, oder?
Rückblickend wünschten sich viele, Make-Up und das Styling entspannter genommen zu haben, mit Looks, die man selbst mag und kennt. Weniger Foundation, keine fake Lashes, weniger Lippenstift. "Viel Kraft des Abends ist darin reingeflossen mein Make-Up im Spiegel zu checken oder beim Essen darauf zu achten, nichts zu verschmieren. Das würde ich nie wieder zulassen", lautet ein Kommentar unter dem Hashtag #weddingregrets.

Fotograf*innen

Weißt du, was für Fotos du gerne anschaust? Welche Stile, Farben und Sujets du hübsch findest und welche Fotograf*innen in deiner Umgebung das ganze so umsetzen? Wenn du eine dieser Fragen mit nein beantwortest, dann wird es noch einmal Zeit für Recherche. Fotografie ist eine Kunst, dementsprechend ist sie subjektiv und absolut unterschiedlich in der Ausführung. Dass die Fotos "unansehnlich" sind, ist leider ein typisches Phänomen. Von plötzlichen Vintagefiltern, fehlenden Portraits oder Candids, die einfach nicht vorteilhaft sind, berichten viele der ehemaligen Bräute. Sie empfehlen den*die Fotograf*in vorher gut zu vorzubereiten und Referenzbilder zu zeigen. Ein häufiger Tipp: Statt Hochzeitsfotograf*in jedem*jeder eine Einwegkamera in die Hand drücken. Ist persönlicher, günstiger und eine wunderschöne Erinnerung für jede*n, der*die dabei war!

Du brauchst kreative Ansätze für deine Hochzeit? Schau doch mal auf unserem Pinterest vorbei und lass dich inspirieren!

 

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