Tierversuche ade!

Am 11. März soll endlich das passieren, was Tierschützer schon Jahrzehnte fordern: In der EU soll die Einfuhr und der Verkauf von Kosmetikprodukten und Inhaltsstoffen verboten werden, die an Tieren getestet wurden. Auch Toilettenartikel & Co. sollen in Zukunft davon betroffen sein.

Schon seit 1999 ist in Österreich geregelt, dass alle hier hergestellten Kosmetika nicht an Tieren getestet werden dürfen - 2004 zog die gesamte Europäische Union nach. 2009 wurde von der EU ein Testverbot für Bestandteile oder Kombinationen von Bestandteilen ausgesprochen. 2013 soll nun trotz mangelnder Alternativen Tierversuche im Zusammenhang von Toxizität bei wiederholter Verabreichung, Reproduktionstoxizität und Toxikokinetik verboten werden.

Laut Tonio Borg, der als EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständig ist, soll bald eine Zukunft mit tierfreundlichen Kosmetikprodukten möglich sein. Der ehemalige Innenminister von Malta nahm am 30. Jänner an einem Treffen mit Tierschutzorganisationen teil. Er ließ verlautbaren: "Ich glaube, dass das Verbot bis Ende März 2013 in Kraft treten sollte - so, wie von Parlament und Rat bereits beschlossen. Deshalb habe ich auch nicht vor, eine Zurückstellung oder Aufhebung des Verbots vorzuschlagen."

Nicht nur Kosmetika betroffen

Übrigens müssen sich ab März dann auch ausländische Firmen nach der neuen Regelung richten, die Produkte und Inhaltsstoffe innerhalb der EU verkaufen wollen. Das Verbot soll nicht nur Kosmetikprodukte betreffen, sondern auch Seife, Zahnpaste und weitere Toilettenartikel.

Für Tierschützer und Tierschutzorganisationen bedeutet das endlich jene Früchte zu ernten, die sie seit über 20 Jahren gesät haben. Darüber hinaus haben Kosmetikmarken wie The Body Shop oder LUSH bereits bewiesen, dass für Schönheitsprodukte keine Tiere leiden müssen - und die Unternehmensidee trotzdem erfolgreich sein kann.

 

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