Therapeutin erklärt, was eine gute Mutter ausmacht

Was macht gute Elternschaft aus und wann ist man überhaupt eine "gute Mutter"?

Besonders als junge Mutter macht man sich ständig Sorgen darüber, ob man "eine gute Mutter" ist. So auch Constance Hall, die mit ihren zwei Kindern den beliebten australischen Blog Likeaqueen.combetreibt, wo sie über den Alltag mit den Kleinen schreibt.

"Ich fühle mich nicht wie eine gute Mutter"

Als eine Therapeutin sie kürzlich lobte und als gute Mutter bezeichnete, antwortete Constance "Ich fühle mich aber gar nicht wie eine gute Mutter". Ihre Kinder würden sie verrückt machen, sie verliere die Nerven und schlafe abends mit dem Gedanken ein, woher sie die Geduld für den nächsten Tag nehmen solle, schreibt die Mutter in einem Posting auf Facebook. Gedanken, die wohl viele Mütter aus eigener Erfahrung kennen.

Doch die Kinder-Therapeutin antwortete darauf anders, als erwartet:

"Babys weinen, es ist ihre Weise zu kommunizieren. Kleinkinder schreien, Schulkinder jammern und Teenager beschweren sich. Dann murmeln Mamas leise die Worte 'Verdammte Scheiße', bevor sie den Kindern antworten. So kommunizieren wir".

Lieber schreiende Kinder als Schweigen!

"Aber weißt du was?", fragte die Therapeutin die junge Mutter. "Es ist besser als Schweigen". Die Expertin erklärte daraufhin, warum man sich als Eltern nicht immer wahnsinnig machen sollte, wenn nicht alles harmonisch zuhause abläuft:

"Ein Haus voller schreiender Kinder und streitender Teenager und einem Elternteil, dem ständig Fragen und Wünsche an den Kopf geworfen werden, ist für mich ein gesundes Haus.

Sorgen machen mir die stillen Kinder, die verängstigten Kleinkinder, die Teenager, die nicht nach Hause kommen und die Eltern, die nicht im Gespräch sind mit ihren Kindern.

Und die Kinder MACHEN dich nicht wahnsinnig. Du warst vorher schon wahnsinnig. Deshalb hast du sie überhaupt bekommen."

Constance erklärt, dass die Meinung der Therapeutin ihr die Augen geöffnet hat. Sie macht sich nun weniger Sorgen und "fühlt sich wieder wie ein guter Elternteil", schreibt sie abschließend.

Ihr Tipp an alle Eltern: "Atmet mal alle durch, wir machen eh einen guten Job".

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