Tanzkurz mit Profi

Tänzchen gefällig? Tänzerin Nikeata Thompson lädt Sie zu einem kleinen, aber feinen Kurs ein. Wer braucht schon die Dancing Stars, wenn man selbst auf der Tanzfläche punkten kann. Im Interview verrät das Jurymitglied der deutschen Castingshow „Got to Dance“ ihre liebsten Tanz und Fitnesstrends wie Crossfit.


Im Wienerin-Interview erklärt die 33-jährige britische Tänzerin, Choreografin und Schauspielerin Nikeata Thompson wie sie zum Tanzen kam und warum sie sich selbst mit Crossfit fit hält:

Sie haben schon mit vielen Prominenten auf der Bühne getanzt, mit wem davon am liebsten?

Nikeata Thompson: Das kann man nicht so sagen. Es ist jedes Mal etwas völlig Neues. Ich bin immer nervös, angespannt und spüre eine gewisse Vorfreude, aber auch Respekt. Und danach bin ich erleichtert, dass alles gut gelaufen hat.

Wirklich kein Favorit?

Natürlich gibt es Leute mit denen ich länger gearbeitet habe wie die Gruppe Seeed. Das ist auch gut, da merkt man das sind alles nur Menschen, obwohl sie Berühmtheiten sind. Mich freut es aber jedes Mal, wenn ich hinterher merke, ich habe meinen Job gut gemacht. Hape Kerkeling (Deutscher Komiker, Sänger und Moderator) hat einmal gesagt hat „Es fühlt sich so natürlich an", so soll das mit dem Tanzen sein.

Mit wem würden Sie gerne einmal tanzen?

Ich würde gerne den Amerikanern zeigen, dass wir genau so fit sind wie sie.

In wie fern sind diese fitter als wir?

Sie fangen früher mit dem Showbusiness an. Sie gehen schon in der Schule in Theater- oder Diskussionsgruppen. Sie haben dann einfach andere Hemmschwellen als wir, auch beim Tanzen.

Weiter geht es auf Seite 2.

Mir 33 Jahren sind Sie unter den Tänzern schon ein Oldie - was macht Ihren Erfolg aus?

Je älter ich bin, desto erfolgreicher werde ich und ich finde, genau so soll es sein. Erfahrung ist wichtig. Man muss im Leben aber auch offen für alles bleiben. Die Lebenslust und der Mut sollten aber auch mit dem steigenden Alter erhalten bleiben.

Wie sind Sie zum Tanzen gekommen?

Für mich gehört Tanzen zum Alltag. Meine Mutter ist Jamaikanerin, sie hat zum Kochen immer getanzt. Ich habe auch keine Hemmschwellen, wenn alle klatschen und schreien. Mit 18 Jahren habe ich Leichtathletik gemacht, das war mir auf Dauer aber zu strukturiert. Ich hatte aber Glück, mich hat dann jemand beim Ausgehen als ich getanzt habe angesprochen, ob ich bei einem Videodreh mitmachen möchte. Dann habe ich zu Whitney Houston getanzt.

Whitney Houston mit "I'm every woman".

Video2 (eb7d9c5f)

Nikeata Thompson: „Sie ist so dünn" - das war alles, was ich über Whitney Houston gedacht habe. Danach ging ich immer zu Castings und so kam ich zu Seeed in Hamburg. Es war hart, aber es war eine tolle Erfahrung. Ich war fünf Jahre in der Crew.

Was bedeutet Tanzen für Sie?

Tanzen ist Freiheit.

Wie oft tanzen Sie?

Vier- bis fünfmal in der Woche gehe ich in ein Studio und tanze Freestyle, was mir so einfällt. Das nehme ich auf Video auf und analysiere es. Und die Bewegungen, die gut ausschauen, verwende ich. Ich tanze immer aus dem Bauch heraus, aber leider merke ich mir die Schritte dann nicht.

Sie haben auch einen Personal Trainer?

Ja stimmt. Vor zweieinhalb Jahren habe ich gemerkt, „Hey, du nimmst schneller zu, du musst etwas machen!" Und dann habe ich mir jemanden gesucht.

Wie oft trainieren Sie mit ihm?

Montag, Mittwoch und Samstag immer zwei Stunden. Meist Insanity und Crossfit.

Was ist Insanity?

Ein Zirkeltraining mit vielen Wiederholungen und wenigen Pausen.

Insanity Workout Programm.

Video2 (778a7f90)

Und Tanzen ist für Sie kein Training?

Nein, ich tanze so viel. Daran ist mein Körper gewöhnt, das zählt nicht. Beim Sport muss man den Körper aus der Komfortzone herausholen. Und das geht mit Crossfit und Insanity am besten.

Weiter geht es auf Seite 3

Zu welcher Musik tanzen Sie am liebsten?

RNB, Dancehall, Hip Hop, jamaikanische Musik.

Was sagen Sie zu Zumba?

Das ist ein guter Trend, um Energie zu schöpfen. Wir sind heute Konsummenschen, da ist Sport sehr wichtig. Und bei Zumba schwitzt man auch ganz gut.

Welche Tanzstile sind jetzt neu und „in"?

Ich finde immer viel Neues bei jamaikanischen Tänzen, da gibt es jeden Tag neue Bewegungen. Ich folge aber auch bestimmten Tänzern auf Instagramm. In den USA zum Beispiel ist „Nene" gerade in.

Beispiel für Nene.

Video2 (30569e73)

Welche Trainingstipps haben Sie für andere?

Nicht zu viele Einheiten pro Woche machen, ich würde sagen zweimal pro Woche 45 Minuten reichen aus. Wer gute Knie hat kann Joggen gehen oder sonst Fahrradfahren. Wer gerne ein Workout hat, bei dem man die Anstrengung nicht merkt, dem kann ich nur zum Tanzen raten. Und wer die Aufregung braucht, der ist bei Crossfit richtig.

Wie motivieren Sie sich, wenn Sie einmal kein Lust aufs Training haben?

Wenn ich gar keine Lust habe, dann gehe ich auch nicht. Das bringt nichts, dann bin ich auch nicht kreativ. Aber wenn ich nach einer Woche noch immer keine Lust habe, dann muss ich mich selbst ein bisschen treten, das geht natürlich nicht (lacht).

Nikeata Thompson mit zwei anderen Tänzerinnen.

Video2 (d5b57263)

 

Aktuell