Tampon soll künftig helfen, Gebärmutterhalskrebs zu diagnostizieren

Ein Forscherteam der Mayo Clinic schaffte es, Gebärmutterhalskrebs auf gebrauchten Tampons nachzuweisen. Auch wenn diese Methode noch zu teuer ist, könnte künftig eine Diagnose zuhause mit einem Spezialset aus dem Drogeriemarkt zur Realität werden.

Die Theorie ist einfach: Mit der Regelblutung werden auch Krebszellen ausgespült, die dann auf den Tampons nachweisbar sind. In der Praxis versuchen Forscher nun seit mehr als zehn Jahren den Nachweis für Gebärmutterhalskrebs zu finden. Einem Team der Mayo Clinic ist dies nun tatsächlich gelungen, wie die Seite Smithsonian.com berichtet. Denn bei einem Forschungsprojekt mit 38 erkrankten und 28 gesunden Frauen konnte auf den Tampons von Frauen mit Gebärmutterhalskrebs eine Methylierung nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um eine Änderung des Zellerbgutes. Bis der Test tatsächlich für den Heimgebrauch tauglich ist, wird noch etwas Zeit vergehen, aber zumindest ist dies bereits im Bereich des Möglichen.

Bisher konnte Gebärmutterhalskrebs nur anhand des Krebsabstriches (Pap-Test) nachgewiesen werden. Da aber mehr als 60 Prozent der Frauen nicht regelmäßig zum Frauenarzt gehen, fallen dabei viele Fälle nicht auf. Um die Tragweite klar zu machen: 2011 erkrankten in Österreich 407 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 153 starben daran.

 

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