Take This Waltz

Toll, wenn der Zufall einen in die Arme eines Traummanns wirft. Blöd, wenn man aber schon fünf Jahre zuvor ein anderes Prachtexemplar dieser Sorte geheiratet hat. Michelle Williams zwischen Koch Lou (Seth Rogan) und Künstler Daniel (Luke Kirby).

Der verheiratete Lou (Seth Rogan) lässt nix anbrennen. Leider sprichwörtlich: Die Arbeit an seinem „Hühnerkoch-Buch" nimmt den Koch vollkommen in Beschlag. Täglich experimentiert er stundenlang an exotischen und traditionellen Rezepten für den beliebten Flattermann um die Ergebnisse in seinem neuen Kochbuch „Tastes like Chicken" zu publizieren.

Heißer als Lous Herd ist aber Ehefrau Margot (Michelle Williams). Die Texterin langweilt sich. Der Beruf füllt sie nicht aus, das Abenteuer lockt. Auf einer ihrer Dienstreisen trifft sie auf Daniel (sexy: Luke Kirby). Es knistert sofort. Auf dem Heimweg von Flughafen Toronto in die Stadt stellt sich heraus, dass die beiden exakt in der selben Straße wohnen. Nun leben beide mit der Versuchung „Tür an Tür".

Take This Waltz

Während sich der unwissende Lou mehr und mehr in den Geschmack seine Hühnerkeulen und Spieße vertieft, wird aus Margots und Daniels nachbarschaftlichen Flirts langsam eine handfeste Affäre ...

Was passiert, wenn man sich plötzlich neu verliebt, obwohl man eigentlich „gut verheiratet“ ist?

Der Zeitgeist weht durch die bunten Straßen von Toronto und ein paar Superstars (Michelle Williams, Seth Rogan, Luke Kirby und US-Comedian Sarah Silverman) stolpern in eine Liebesgeschichte, in der alle großmütig sind, verzeihen und nur selten ein paar Tränlein verdrücken. Exzellente Darsteller, eine Story, die bewegt, und der Sound von Leonhard Cohen.

Regisseurin und Drehbuchautorin Sarah Polley spielt auf der Klaviatur unserer Gefühle.

Trotzdem fehlt in dem vielgepriesenen Indie-Streifen wie Lous Hühnergerichten eine deftige Prise Realitäts-Schärfe: Michelle Williams hopst verträumt und verschwitzt wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland durch die Betten und lässt sich ganz von ihren Gefühlen treiben. Ob es böses oder gutes Erwachen gibt, bleibt dem Zuschauer vorenthalten. Was jetzt? Affäre oder Ehe? Ab 28. März in den heimischen Kinos!
 

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