Supermom auf Diät

Fatburn-Kick? Supermom trifft Lady Fettnapf und hat beim Appetit-Zügeln gar kein gutes Bauchgefühl. Lohnt es sich aber vorübergehend auf die kalorische Spaßbremse zu treten, wenn die neue Bademode lockt?

Es war einmal eine berufstätige Mutter von drei gar nicht mehr so kleinen Kindern, die sich im Freudentaumel der ersten Schwangerschaft geschworen hatte, allen körperlichen Veränderungen, die auf die Schwangerschaften zurückzuführen sind, mit Würde zu begegnen.

Im Februar 2013 sollte dieser gute Vorsatz der Vergangenheit angehören. Anlass für den Sinneswandel war die Begegnung mit einer pfundigen Kinderbetreuerin im Museum.

„Naaaa?" fragt die freundliche Museumsführein - selbst eine Leidensgenossin in punkto Bachspeck - mit einem „all wissenden" Seitenblick auf meinen Bauch. „Wann ist es denn bei Ihnen so weit?"

„Wie weit?" antworte ich peinlich berührt um "Lady Fettnapf" dezent daran zu erinnern, dass man diese Frage NIE NIE NIE und IN KEINEM FALL einer anderen Mutter stellt. Es sei denn, sie ist gerade auf dem Weg in den Kreissaal zur Geburt ihrer Fünflinge. Aber, okay ich bin selbst schuld: Mein Empire-Kleid zeigt etwas zuviel Festtags-Bauch. Wahrscheinlich die Rache der Weihnachtstermite, die zwar am 24. Dezember verschwindet, aber ihren Opfern jede Menge überflüssiges Hüftgold hinterlässt.

Statt mir jetzt ein Kneif-Spanx zu besorgen, beschließe ich meinen Lebenswandel rasch zu ändern. Wie eine Schwangere möchte ich wirklich nicht aussehen. Die Tipps der Abnehm-Experten lassen ja außerdem gaanz schnell zusammenfassen:

Fangen wir bei

  • SCHRITT 1 an:

„Kein Stress." Sehr lustig. Der war gut, weiter ...

  • SCHRITT 2:

„Der einzig echte Fettburner ist Bewegung!"

OMG! Draußen hat es aktuell Minus 3 Grad. Noch ein Schneeflöckchen und ich versinke bei Outdoor-Aktivitäten bis zum Hals in der weißen Pracht.

  • SCHRITT 3:

„Gesunde Ernährung!"

Moment mal: Habe ich mir für die Kinder nicht schon das Rauchen abgewöhnt? Jetzt auch noch ein Leben ohne ALKOHOL und SCHOKOLADE?

Mit trauriger Miene gehe ich jetzt an den Krapfenbergen in den Auslagen der Bäckereien vorüber und beiße konzentriert in mein Vollkornbrot. Schmeckt gut, aber ein Baguette erinnert mich mein FeinschmeckerInnen-Gedächtnis - besser. Das Feierabendbier verkneif ich mir und schon nach nur 30 Erdnüssen mache ich mit dieser Leckerei Schluss. Richtig grantig werde ich nur, wenn mich abends der herrliche Duft eines krossen Schweinsbratens einfängt, während ich im meiner Salatmischung stocher.

Soll ich mir eine Diät-App besorgen oder bin ich dann auch nur „App-gelenkt"?
Mehr Schlafen, Mini-Einheiten an Bewegung und ein grüner Turbo-Motivator: Ein bereits gesichteter, neuer Badeanzug, Sommer-Kollektion 2013. Macht mich auch bei Minusgraden richtig heiß. Abgesehen davon bin ich die weltbeste Sammlerin von Diät-Heften. Gelesen habe ich sie alle, befolgt keine einzige.
„Tagliatelle mit Shiitake Pilzen und Trauben" werde ich bestimmt NIE runterwürgen. Auch zu „Asia-Omlett mit Zitronenspinat" habe ich kein Vertrauen. Dafür kann ich mich mit „Orangentartar auf Chicorée" richtig gut anfreunden ... Badeanzug, ich komme!

Das Leben selbst ist das größte Abenteuer. Kinder die besten Gefährten bei diesem waghalsigen Ritt durch die Schluchten des Alltags und die ungebremsten Ausflüge in das Reich der Fantasie. Eltern wollen ihre Kleinen zu glücklichen, gesunden, aufgeklärten, integren und liberalen Menschen erziehen. Klingt einfach, ist es aber nicht.
So ringt auch unsere Supermom mit den Schwierigkeiten, die das Leben mit Kind so mit sich bringt: Wäschebergen, schwierigen Hausübungen, aufdringlichen Schwiegermüttern, Sex, faulen Babysittern, falschen Essgewohnheiten, lästigen Ratschlägen ...

SIE BRINGEN JOB UND KIDS LÄSSIG UNTER EINEN HUT? HABEN DIE PERFEKTEN KINDER UND DIE PERFEKTE FIGUR? Dann lesen Sie doch BITTE NICHT WEITER!!!!!
 

Aktuell