SUMMIT - Nachlese

Das Gipfeltreffen der Top-Frauen. Live-Ticker aus dem Haus der Industrie.

15:20
Ende des offiziellen Teils! CR Sylvia M. Steinitz bedankt sich bei allen, die mitgeholfen haben, den Summit auf die Beine zu stellen. Wird spannend im nächsten Jahr!

Das Tasten-Team (Julia/Nicole) verabschiedet sich auch. Einen ausführlichen Nachbericht zum Summit finden Sie demnächst hier und in der Mai-Ausgabe der WIENERIN.

15:16
Steinitz über den Summit: "Ich bin sehr begeistert von der Qualität der Reden und der Diskussionen. Das ist eine große Ehre für uns. Und jetzt wünschen wir uns, dass Sie alle hier nicht aufhören, sondern dass Sie jetzt hinausgehen und sich vernetzen, nutzen Sie die Impulse, die Sie bekommen haben. Macht liegt in uns!"

15:08
Der WIENERIN Award 2012 wird vergeben. Er geht an die Gründerinnen der Organisation "Animal Care International". Die LeserInnen haben die Gewinnerinnen gewählt: Renate Grell und Claudia Schraml.

Steinitz: "Es stellt sich die Frage: Warum an Tierschützerinnen, wo es doch so viele heimatlose Kinder gibt? Weil es einen Spruch gibt: Der Wert einer Gesellschaft misst sich daran, wie sie mit den schwächsten umgeht."

Renate Grell, WIENERIN Award Gewinnerin: "Unser Motto ist: Einem Tier zu helfen, bedeutet nicht die Welt. Aber es bedeutet die Welt für dieses Tier."

15:04
Sylvia M. Steinitz (@smsteinitz) über das umstrittene Logo des Summits: "Wir sehen eine Frau, die hält etwas rundes in der Hand - die Weltkugel. Auf der Weltkugel sitzt eine Taube, u.a. Symbol für Frieden, und die Frau hält die Welt so, dass die Taube fliegen kann: Sie ermächtigt die Taube, sie hilft ihr fliegen.

Und sie trägt ein schönes Kleid - denn es war uns wichtig, eine mächtige Frau NICHT im Anzug darzustellen."

14:55
@exiledsurfer/Michael Parenti
erzählt: Er schreibt täglich viele Tweets zu aktuellen Themen, aber jener Tweet, der am meisten Zuspruch bekommen hat (und starke Reaktionen ausgelöst hat) in den letzten Wochen war:

14:49
Wortmeldung: "Macht fängt in privaten Beziehungen an. Wer betreut die Kinder? Wie ist die Aufteilung? Macht ist nicht nur an politische Machtpositionen und an Erwerbstätigkeit gebunden."

Junger Mann im Publikum: "Ja, ich kann mir vorstellen, mich um die Erziehung der Kinder mehr zu kümmern, wenn meine Frau mehr verdient."

@anked: "Wieso? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Haben Sie nicht ohnedies 50% der Verantwortung für die Kindererziehung - unabhängig vom Einkommen?"

14:46
Publikumsgespräch.

Publikumsmeldung: "Wir vergeben uns nix in unserer Weiblikeit, wenn wir sagen, wir sollten uns trauen, die Instrumente der Macht mehr anzugreifen! Eines dieser Instrumente sind Geheimnisse. Männer haben immer Geheimnisse, die mauscheln immer hinter geschlossenen Türen. Frauen haben keine Geheimnisse. Männer haben Angst, Frauen an die Macht zu lassen, weil sie denken, die können keine Geheimnisse wahren."

Replique von @anked: "Gute Nachricht. The time of secrecy is over!"

14:34
Frage: "Was machen Sie täglich, um an der Macht zu bleiben? Und wie ermächtigen Sie andere?"

Ametsreiter: "Macht ist für mich Begeisterungsfähigkeit für mich und für mein Umfeld. Leadership heisst mitreissen können. Und man muss seinen Mitarbeitern eine lebbare Life-Work-Balance bieten. Und im Beruf die Möglichkeit, ansprechende Tätigkeiten auszuüben."

Oppitz: "Ich stell mir immer die Frage der Effektivität. War ich heute effektiv? Und bevor ich in ein Meeting gehe, überleg ich mir: Leiste ich dort einen Mehrwert? Wenn ich da NEIN sagen muss, ist das keine Schande, man kann nicht überall gut sein, aber dann geh ich dort nicht hin..."

Oppitz: "Input allein ist nicht alles. Der Input, den ich in meine Arbeit stecke, kann gut sein, aber was ist der Output?"

Domscheit-Berg: "Was mache ich, um an der Macht zu bleiben? Für mich heisst das: Das zu tun, wofür ich mit Leidenschaft brenne. Nur darin kann ich auch gut sein."

14:30
Klassische Fragen tauchen auf: Haben Männer (Selbstbewusstseins-)Probleme, wenn ihre Frauen erfolgreicher im Beruf sind als sie? @anked meint: "Ja, die ältere Generation! Die jüngeren Männer haben diese Peobleme nicht. Die sind nicht so extrem status-orientiert. Die sind dann stolz auf ihre Frauen."

14:28
Wieseneder: "Ich erlebe Männer viel status-behafteter und traditions-geprägter. Die Bereitschaft, sich zu verändern und flexibel zu sein, ist bei Frauen viel größer." Wieseneder meint, das ist auch biologisch geprägt...

14:25
Empowerment, Commitment, Change, ROI, Change Managment... kurze Diskussion, ob so viele Anglizismen nötig sind. Bitte, meine Damen, jetzt nicht vom Thema ablenken lassen!

14:24
"Man kann Geschäftserfolg nicht nur am Umsatz messen. Auch das Betriebsklima ist eine entscheidende Kennzahl."

"Echter Change, echte Demokratisierung in der Unternehmenskultur ist aber etwas, das stark von oben mitgetragen werden muss."

14:19
@anked: "Die Vorstellung, dass wir Marionetten in den Händen der Mächtigen sind, ist falsch. Für mich geht es im Leben nicht darum, dass ich selber an meinen Fäden ziehe - sondern darum, dass da überhaupt keine Fäden an mir dran sind!"

"Es geht heute nicht mehr um Herrschaftswissen. Wissen wird mächtiger, wenn man es teilt."

14:13
Oppitz bringt wunderbaren Vorschlag: "Wenn Eltern (nicht Mütter!) ihre Kinder zu spät aus der Krippe abholen, wird der Arbeitgeber bestraft, der sie nicht früher gehen hat lassen." Hell yeah!

14:08
"Für jeden Betrieb ist wichtig: DU MUSST DEINEN MITARBEITERN EINE PERSPEKTIVE GEBEN!" (Oppitz)

"Für mich ist Macht, die Fähigkeit zu begeistern."

14:03
@anked: "Leistung reicht nicht, man muss sie auch vermarkten können. Sie muss gesehen werden - nicht nur vom eigenen Chef, sondern auch vom Chef des Chefs und von allen anderen."

Oppitz: "Um Frauen zu fördern, muss sich die Kultur ändern. Und Kultur ändert man nicht über Nacht. Aber Frauenförderung ist Förderung der VIELFALT! Das ist für ein Innovationsunternehmen extrem wichtig."

"Schauen Sie nicht nur nach oben zur Politik", sagt Oppitz, "Sondern überlegen Sie sich: Was ist, in einer sehr rivalisierten Welt, MEIN Beitrag, um Frauen zu fördern!"

13:58
@anked: "Man muss an Gesetzen ansetzen, die hierarchische Strukturen zementieren. Sei es bei Steuern etc." Negativbeispiel: Ehegattensplitting in Deutschland.

Jenseits der Politik gibt es in den Firmen viel zu verändern - aber dazu braucht es zu allererst ein Top Leadership Commitment.

13:56
Zweites Podium: Mit Marie-Hélène Ametsreiter, Anke Domscheit-Berg (@anked), Tatjana Oppitz, Susanna Wieseneder. Thema: "Macht. Wie komme ich dorthin? Was ist das überhaupt?" fragt Moderatorin Handlos.

13:52
Schlusswort von Brigitta Jónsdóttir: "So remember: You are the power!"

13:48
"Direkte Demokratie bedeutet, dass der einzelne verantwortlich ist. Wir können nicht mehr der Regierung die ganze Schuld in die Schuhe schieben."

"We have to reclaim our democracy."

13:46
"Ich denke, dass die wenigsten im Raum wissen, was in ihrer Verfassung steht. Das ist traurig. DEnn es ist unsere Verfassung, die soziale Vereinbarung, die wir getroffen haben, die uns betrifft. Geht nach Hause und schlagt nach, was in der Verfassung steht!"

13:43
@brigittaj über direkte Demokratie: "Don't tax payers create a budget? So shouldn't have to say something about it? I sure think so."

13:42
"Let's do it. Because nobody is going to do it for us. It's our dream!"

13:41
"Warum haben wir uns den Patriot Act gefallen lassen? Eine Krise ist eine Chance für Veränderung, nicht für Klammern an alten Strukturen."

13:39
"Wir befinden uns an einer historischen Weggabelung. Und um die richtige Entscheidung für unser aller Zukunft zu treffen, BRAUCHEN WIR INFORMATION. Freien Zugang zur Information." - @brigittaj, roughly translated ;)

13:38
"We do not have free flowing access to information!" sagt @brigittaj, "And I say this to the people who are in power: Don't be afraid to let the information flow! Freedom of information is the pillow, the foundation of our society"

13:36
"We have to learn to be strong together because there is no such thing as a prince on a white horse! We have to be strong together, we are living in a century that will be known as THE CENTURY OF THE PEOPLE. If we really want to change the way things are - guess where we need to start? We need to start with us."

13:35
"We have to jump into the deep end of the pool and see if we can swim. Look at me! I'm here. I might be a miserable speaker but I'm doing my best."

13:31
"There is nothing as powerful in our world as the words we put in our head. My true meaning of power is to be true to myself, to be true to my heart, to always be myself, to be able to say no, to learn to prioritize."

"I work in a workplace that is soooo family unfriendly. Working hours 24/7. But I have to prioritize WITHIN that."

"Never stop believing that you can beanything you want. You can be anything you want to! There are NO disadvantages to being a woman. There are advantages. Everyone who is a member of a minority group needs to turn their (so called) disadvantages into advantages."

13:29
"Wir müssen die Strukturen ändern. Und die einzihge Möglichkeit, das zu tun: Change the system from within!!"
(...)
"Unser Vorteil: Wir wurden nicht zu Politikerinnen erzogen, wir sind normale Leute - deshalb können wir da hinein gehen und alles umkrempeln."

13:24
@brigittaj: "Ich habe immer gedacht, lass uns die Pyramide der Macht auf den Kopf stellen! Aber mit der Zeit kam der Gedanke: Warum? Warum überhaupt in einer Gesellschaft leben, in der Macht wie eine Pyramide strukturiert ist? Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der Macht kreisförmig verteilt ist - gleichmäßig verteilt!"

13:17
Glocke bimmelt. Weiter geht's. Thema des Nachmittags: "Wege zur Macht". Erste Keynote kommt von Brigitta Jónsdóttir. Freude!

13:00

12:21
Mittagspause beim WIENERIN Summit. Weiter geht's um 13:15h.

12:15
Publikumsmeldung: "Viele Frauen(!), die hier sitzen und massiv für Frauenquote eintreten, haben vor 5 Jahren in ähnlichen Diskussionen noch die Quote abgelehnt. Insofern: Wir haben schon einen wuchtugen Bewusstseinswandel erreicht."

12:12
Schroeder (bissl populistisch): "1er-Männer suchen sich 1er-Frauen als Partner im Unternehmen. 2er-Männer suchen sich nicht 2er, sondern 3er-Frauen, weil sie sich fürchten vor etwaiger besserer Qualifikation. 1er-Männer haben keine Angst."

12:10
Sita Mazumder: "Frauen streben eine Top Karriere weniger oft an - und das liegt primär daran, dass Frauen die männliche Arbeitskultur nicht mögen."

12:05
Schroeder: "Wenn das so weiter geht mit der Besetzung der Professorenposten in unserer Fakultät, dann werden wir die Gleichstellung in 188 Jahren erreicht habe."

11:59
@anked: "Frauen in Führungspositionen bringen keine Zusatzkosten, sondern Benefits. Aber wir sind leider kein Homo Ökonomicus, wie man uns früher beigebracht hat. Ökonomische Faktoren sind für uns nicht immer die entscheidenden. Wir brauchen andere Incentives (oder Argumente), um Unternehmen dazu zu bringen, mehr Frauen in Führungaspositionen zu besetzen."

11:57
Fein, dass auch junge da sind und sich zu Wort melden: eine Studentin, ein Schüler der HTL Mödling. Der redet Blödsinn, aber macht nix. Gut, dass er sich einbringt :) - noch eine Studentin... WIENERIN Summit als Bewusstseinsbildung für die Generation Praktikum! So soll's (auch) sein.

11:46
Publikumsdiskussion. Jetzt kriegt Kapsch Saures. "Ich sehe in ihrem Haus ganz viel Widerstand gegen das Thema Quote, vielleicht weil Sie das unterstützen. Es ist schwach zu sagen, ich brauche keine Quote!"

Kapsch rechtfertigt sich: "Ich vertrete nicht sämtliche Männer Österreichs" - Antwort: "Aber viele einflussreiche!"

Die Frage kommt (endlich) auf, warum der Patriach Kaiser Franz Josef an der Wand prangt und milde, gönnerhaft auf die Frauendiskussion herablächelt... Kapsch: "Ich hab ihn nicht aufgehängt. Der war schon da!"

Kapsch: "Quote ist Zwang. Ich glaube, das Freiwilligkeit besser ist als Zwang. Wenn wir das Tor zum Zwang öffnen, ist das nicht der richtige Weg." Er gesteht aber ein: "Ich vertrete sicher den konservativen Flügel."

11:42
Kapsch gegen Quote, vergleicht die Situation mit Südafrika, wo sein Unternehmen eine Quotenregelung hat, um Schwarze in Führungspositionen zu bringen. "Und wenn sie den Posten mit einer schwarzen Frau besetzen, kriegen Sie besonders viel Punkte, egal ob die dann dort sitzt und nichts tut." (Nein, so hat er's nicht wörtlich gesagt, ich paraphrasiere, aber sinngemäß war's so!) "Es muss eine ANDERE Lösung als Quote geben", sagt Kapsch. Schroeder widerspricht.

11:36
Kapsch: "Die meisten KindergärtnerInnen und VolksschullehrerInnen sind Frauen: Warum ziehen die nach wie vor Machos groß???"

Guter Einwurf von Kapsch: "Das Thema sollte nicht heißen Frauen und Beruf, sondern Familie und Beruf. Es betrifft Männer genauso. Die Frage ist: Wie kann man FAMILIEN unterstützen, egal, ob der/die Berufstätige männlich oder weiblich ist?"

11:33
Schroeder: "Die Männer haben ja selbst Quoten. Quoten sind wichtig. Wir haben überall Quoten in Ö. rot/schwarz etc. Nur, wenn's FRAUENQUOTE heisst, sind plötzlich immer alle dagegen. Wobei: Ich bin auch gegen Frauenquote. Ich bin für geschlechtsneutrale Quoten. Jenes Geschlecht, das unterrepräsentiert ist, soll gestärkt und gefördert werden - die Quote sollte also RELATIV sein, nicht an ein ABSOLUTES Geschlecht geknüpft."

Schroeder sehr lebendig und sympathisch. Hat das Herz des Publikums gewonnen.

11:30
Prehofer: "Macht heisst, unser Leben zu gestalten. Aber dort, wo Macht mit finanziellen Mitteln verknüpft ist, d.h. wo die Gestaltungsfreiheit am Geld hängt, dort haben Frauen sie meistens nicht. Geld ist stark männlich dominiert."
Mazumder nickt. "Frauen waren nicht die Gewinner der Krise..."

Podium

11:25
Schroeder: "Zeitschriften wie die WIENERIN könnten einen enormen Einfluss darauf haben, Frauen dazu zu bringen, dass sie das herauskehren, was in ihnen steckt."

11:20
Schroeder über Frauenbilder in unserer Kultur: Lilith, die erste Frau Adams, die sich nicht unterwerfen wollte. Adam hat sich bei Gott beschwert, worauf Gott ihm eine unterwürfige Frau, Eva, aus seiner Rippe gemacht hat. In unserer Gesellschaft gibt es drei Frauenbilder, die alle biblische Ursprünge haben:

  • Lilith, die aufmüpfige, selbstbestimmte
  • Eva, die scheinbar unterwürfige, aber hinterrücks manipulative
  • Maria, die absolut aufopfernde

Das sind unsere Frauenbilder... Welchen Einfluss haben Medien auf unsere Frauenbilder? Welchen Einfluss hat die WIENERIN? Die Modeindustrie?

11:19
Schöner Twitter-Kommentar von Anke Domscheit-Berg (@anked): Sie definiert Macht als "opportunity for creative impact".

11:15
Kapsch: ""Frauen sind viel selbstkritischer, das wirft ihnen den einen oder anderen Prügel vor die Füße. Männer glauben von vornherein, sie sind für alles geeignet. Daher bedeutet es auf unserer Seite oft viel mehr Aufwand, eine Frau zu motivieren, eine Führungsposition zu übernehmen. Auch wenn wir wissen, dass sie besser geeignet ist. Da müssen wir uns oft anstrengen, sie zu überzeugen..." - Antwort Handlos: "Ja, das müssen Sie tun!" - Erfreuter Applaus im Publikum. - Kapsch: "Ich weiss."

11:06
Schroeder: "Unsere Fakultät wird ständig evaluiert und es gibt auch eine entsprechende leistungsorientierte Mittelvergabe. Und siehe da: Die 22% Frauen bringen 37% dieser Mittel ein, d.h. die Frauen, die wir haben, leisten eigentlich viel mehr."

"Frauen haben oft ein anderes Empfinden, was Qualität ist, was Erfolg bedeutet. Was ist für mich Erfolg? Was ist für mich Macht? Für mich ist Macht nicht Kontrolle über andere Menschen, sondern die Chance, andere Menschen beeinflussen zu können, um etwas zu erreichen, dass gut FÜR ALLE ist. Also eine sehr TEAMORIENTIERTE Macht. Das ist eine sehr weibliche Herangehensweise an das Thema Macht."

Fazit: Das "lustvolle" an der Macht ist überhaupt nichts Negatives.

11:03
Mazumder: "Wir zahlen ja (volkswirtschaftlich) die Ausbildungskosten für Frauen - aber profitieren dann nicht von den Arbeitskräften, deren Ausbildung wir finanziert haben. Da schlagen wir dann die Türe zu. Volkswirtschaftlich ist das ein Wahnsinn."

10:55
Kapsch: "Wir versuchen junge Frauen zu begeistern, stärker für technische Berufe aktiv zu werden. Das beginnt schon im Kindergartenalter. (...) Ich habe ganz bewusst einen weiblichen Technikvorstand gesucht, neun Monate gewartet, KEINE gefunden"

Mazumder: "Unternehmen mit durchmischten Aufsichtsräten sind langfristig erfolgreicher, verdienen auch mehr Geld. Das sind wissenschaftlich klare Erkenntnisse, wo ich mich wundere, dass der Markt das nicht umsetzt." [Wurde heute schon öfters auf die eine oder andere Art gesagt. Als Zeit würde es...!]

10:52
Erste Podiumsdiskussion mit Georg Kapsch (ein Mann! ;), Sita Mazumder, Regina Prehofer, Renée Schröder. Moderation: Brigitte Handlos. Alle Infos zu den TeilnehmerInnen: HIER!

10:48
Medienmanagerin Arzuhan Dogan Yalcindag: "I was told that my assertive behaviour wasn't feminine, violates stereotypes for women."

10:45
Anteil von Frauen in Führungspositionen GROSSER Unternehmen ist in der Türkei höher als im EU-Durchschnitt. Hört, hört! Bei KMUs sieht es aber anders aus...

UPDATE: Bitte um Korrektur, falls das falsch ist! @exiledsurfer hat gerade Zahlen getwittert, die dieser Aussage widersprechen würden... siehe hier]

UPDATE: Doch richtig gehört, Danke @anked für die Klarstellung! Yalcindag sagte: " "8% of publicly quoted companies in Turkey have women presidents. Only 3% in EU27"

10:43
Yalcindag: "Star Trek ist one of the most cultural influential science fiction shows" - Ha, da freut sich das Nerd-Herz der Liveticker-Tippse ;)) Yalcindag zitiert Gene Roddenberry und erzählt von seinen Kämpfen um die Gleichstellung von weiblichen Offizieren auf der Brücke der Enterprise. FTW!

10:39
Folgende Schritte sind nötig, um die Gender Kluft zu überwinden, sagt Yalcindag:

  • Promoting greater knowledge about the gender gap.
  • Better information on the achievment of women.
  • Better coordination of individual efforts!
  • Identifying the obstacles to gender equality
  • Break up misconceptions of women in power (who says that a feminine look does not go with strong leadership?)

10:37
Junge Mädchen heute haben mit weniger kulturellen Vorurteilen zu kämpfen, wenn sie eine Karriere wählen, sagt Yalcindag. [Eigene Anmerkung: Bin mir nicht so sicher. Denke, dass Feindseligkeiten bloß nicht mehr so offen/offensichtlich ausgelebt werden...]

10:35
Ökonomisches Wachstum in der Türkei wirkt sich auch positiv auf "gender gaps" aus. Firmen haben z.B. mehr Budget für Sozialleistungen. "Which means: Changes in economyalso correspond to a social transformation."

10:33
Arzuhan Dogan Yalcindag über frühe Schwangerschaften, frühe Eheschließungen in der Türkei und wie sich das auf die Ausbildung und ökonomische Situation von jungen Frauen auswirkt.

10:30
"Men in women rarely have the same opportunities. We need to eliminate gender gaps in four ways: education, economics, social norms, politics!" (...) "Turkey is no different from the rest of the world: women face a glass ceiling".

Yalcindag

10:29
Arzuhan Dogan Yalcindag auf der Bühne. Spannend!

10:26
Raabe: "Ich will, dass Frauen und Männer in allen Bereichen beginnen, die Macht zu teilen! Frauen und Männer sind mächtig, wenn sie sich ZUSAMMEN schließen und gemeinsam für ihre Interessen kämpfen."

10:18
Raabe präsentiert viele Studien - hoffe, sie stellt ihre Folien danach zur Verfügung. Slideshare anyone?

10:16
"Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind gar nicht so groß, wie die Unterschiede zwischen den Individuen INNERHALB der beiden Gruppen."

10:14
"Wenn Sie einem Neurochirurgen ein Atom eines menschlichen Gehirns geben, wird er nicht unterscheiden können, ob das ein männliches oder weibliches Gehirnatom ist."

10.13
Umfrage: 94% aller Männer sind sich einig, dass Frauen in Toppositionen keinerlei Mehrwert bringen und falls sie sich für Führungspositionen eigen, dann nur aufgrund ihrer männlichen Eigenschaften. :(

10:11
"Frauen sind beziehungsorientierter, Männer eher sachorientiert. Wenn Frauen in Führungspositionen sind, führen sie anders als Männer. Sie nutzen andere Machtbasen. --> Macht durch Identifikation"

10:07
"Wie unterscheiden sich Männer und Frauen? Die Risikobereitschaft ist bei Männer größer, das hängt auch von den Erfahrungen ab. Die Gewaltbereitschaft ist bei Männern größer. Kooperation und Teamfähigkeit sind weiblich. Da gibt es Experimente aus der Spieltheorie. (...) Frauen setzen sich für ihr Projekt und ihr Team ein, aber sie glänzen dann nicht als einzelne Person. Männer treten als Person eher in den Vordergrund. Frauen rücken das Team ins Rampenlicht. Deshalb machen Männer eher Karriere..."

10:05
"Mit dem Begriff Matriachat ist sehr viel Wunschdenken verbunden. Ein echtes Matriachat - da sind sich die Etnologen inzwischen einig, existiert WELTWEIT nicht. Die politische Macht liegt tatsächlich bei den Männern (oder wird zumindest geteilt)"

09:59
Keynote Kristin Raabe:

Definitionen von Macht, unterschiedlich - ob männlich oder weiblich definiert.

Männliche Definition: Macht ist laut Max Weber: „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“

Hannah Arendt Definition: "Über Macht verfügt niemals ein Einzelner. Ausschließlich Gruppen können Macht haben." Arendt unterscheidet auch als erste zwischen Macht und Gewalt. Das hat Max Weber nie getan.

9:56
Buchtipp: "Oma Hilde, Sokrates und der Dalai Lama" von Keynote-Speakerin Kristin Raabe.

09:53
Moderatorin Brigitte Handlos wird durch den Tag führen.

09:52
"Quotenlösung ist ein Übergang. Wenn es gezg Frauen in wichtigen Positionen gibt, wird die Quotenregelung überflüssig. Aber solange, bis es so ist, ist sie hilfreich und WICHTIG."

"Mut zur Macht, liebe Frauen! Gehen Sie heute von hier weg mit noch mehr Lust auf Macht!"

09:51
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek: "Umgang mit Macht? Auch ich hab das erst lernen müssen. Das war für mich auch nicht so leicht."

09:48
"Es bringt ökonomischen zutiefst Nutzen, wenn es gemischte Führungsteams gibt! Alle Studien belegen das."

"Die Spitze unserer Wirtschaftsbetriebe ist nahezu frauenfrei: 10,3% Frauen in Aufsichtsratspositionen. Das ist viel zu wenig. Wir müssen Frauen in Führungspositionen auch besser SICHTBAR machen!"

09:47
"Die Sitzungskultur, die wir in Ö pflegen, die ist sehr männlich strukturiert. Der Spielregeln der Macht sind männliche Spielregeln. Das muss nicht sein. Es können Spielregeln entwickelt werden, die beiden Geschlechtern gerecht werden."

09:45
"Es braucht Vorbilder an der Spitze, die jungen Frauen Mut machen. (...) Nicht jede Frau an der Spitze ist kinderlos, auch hier gibt es Vorbilder. Eines schließt das andere nicht aus, es muss beides möglich sein. Auch hier gibt es Vorbilder - aber noch zu wenige..."

09:43
"Es ist ein ökonomischer Wahnsinn, wenn das Wissen, dass sich Frauen angeeignet haben brachliegt."
"Aufpassen, dass nicht nur das Erreichte erhalten bleibt, sondern dass es keine Rückschritte gibt!"

09:41
Schirrmherrin des Summit, Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßt die Gäste. "Ich sehe in der WIENERIN eine wirklich wichtige Partnerin, wenn es darum geht, solche Themen zu transportieren."

09:40
Neumayer: "Woher stammt das ambivalente Verhältnis von Frauen zu Macht? Der heutige Tag soll ein wichtiger Schritt sein, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen."

09:37
Christoph Neumayer, Generalsekretät der Industriellenvereinigung am Rednerpult. "Wandel ist in der Industrie ein ständiger Begleiter. Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel sind auch bestimmend für die Industrie in Ö. Aus wirtschaftspolitischer Sicht sind Gleichstellungsmaßnahmen daher essentiell. Wir MÜSSEN Frauen zu einer selbstbewussten Karriere ermutigen, zeitgemäße Rollenbilder zu schaffen: Mehr qualifizierte Frauen in Führungspositionen in der Industrie! Mehr Frauen in techniknahen Jobs!"

9:36
"Meine Damen und Herren, herzlich willkommen beim WIENERIN Summit... Bitte schalten Sie Ihre Handys aus..." UND LOS!

9:28
Einlass! Die ersten Gäste trudeln ein. Besuch auch oben am Tippsen-Bankerl: Lena Rifesser (Assistenz Corporate Communications und Marketing) gesellt sich zu uns.

09:09
Das Schreibtischtäter-Team besteht heute aus Julija Ilic, die Facebook betreut, Nicole Kolisch (hier jetzt an den Tasten und ein bissl auf Twitter), sowie Ruth Weismann, die für die nächste WIENERIN-Ausgabe (Mai) an einem SUMMIT-Bericht arbeitet. Der Hashtag für Twitter ist übrigens #WIENERIN12. Wer sitzt sonst noch oben bei uns am Bankerl? Daniela Himmelbauer (zentrales Marketing). Auf geht's!

29.3.2012. / 9:02

„Macht" - ein Begriff, der in vielen Frauen immer noch negative Assoziationen hervorruft, ein Thema, das bis heute nichts von seiner Brisanz und Aktualität verloren hat. Woher rührt das immer noch ambivalente Verhältnis von Frauen zur Macht? Was braucht es, damit Frauen gezielt Führungs- und damit Machtpositionen anstreben? Wie wirkt sich das Vorhandensein von Frauen in Führungspositionen aus? Mit diesen und weiteren spannenden Fragestellungen beschäftigt sich der 2. WIENERIN SUMMIT. Mit dem übergeordneten Thema „Frau. Macht. Wandel", das von allen Blickwinkeln aus beleuchtet wird, soll die Möglichkeit aufgezeigt werden, durch Macht etwas im Positiven zu verändern. Denn viele Frauen sehen immer noch die negativen Seiten der Macht wie Härte, Gewalt, Korruption und Emotionslosigkeit, statt diese als Chance zu begreifen und zu einer eigenen, weiblichen Definition zu finden.

Liveticker

Wir tickern live vom Ort des Geschehens: Über die Gäste, die Reden, die Key Takeaways... Einfach auf "Refresh" (F5) drücken und mitlesen. Achtung: Aktuellere Einträge werden nach oben gereiht.

Weitere Informationen über die WIENERIN SUMMIT findet ihr hier!
 

Aktuell