Sucht am Arbeitsplatz

Ein Missbrauch beginnt, wenn mit dem Griff zur Flasche oder zur Tablette immer wieder versucht wird, Probleme zu lösen. Andere Bewältigungsformen werden nicht mehr in Erwägung gezogen, da durch die Medikamente die Welt scheinbar wieder in Ordnung ist. Damit entstehen jedoch Gefahren, die sich auch im Job auswirken.

Gefahren bei Sucht
Es ist oft lebenswichtig, komplexe Arbeitsabläufe richtig einzuschätzen, drohende Gefahren rechtzeitig zu erkennen, auf Signalleuchten zu reagieren oder Entfernungen korrekt abzuschätzen. Beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen kann richtiges Reagieren entscheidend sein.
Schlafmittel oder starke Schmerzmittel verlangsamen die Reaktionsgeschwindigkeit.
Die Eignung zum Führen von Fahrzeugen ist deutlich verringert, bis nicht mehr vorhanden
Medikamente gegen Bluthochdruck können besonders zu Beginn der Einnahme starke Blutdruckschwankungen auslösen.


Merkmale von Medikamentensucht

Medikamentenmissbrauch ist - im Gegensatz zu einer Alkoholauffälligkeit - schwer zu erkennen. Oft haben die Betroffenen selbst kein Problembewusstsein, insbesondere dann nicht, wenn der Arzt das Medikament verordnet hat.
Dennoch gibt es Signale, die auf eine missbräuchliche Einnahme von Medikamenten hinweisen, zum Beispiel ständige Erschöpfung, Kopfweh, Herzrasen oder Reaktionen ähnlich wie bei Alkoholmissbrauch.


Alkoholsucht
Alkohol ist die Volksdroge Nummer Eins in Österreich. Weltweit nimmt unser Land beim Konsum von Alkohol den siebten Platz ein. Der betriebliche Schaden, der durch Alkoholmissbrauch verursacht wird, ist immens.

Alkohol gehört in unseren Breitengraden zum gesellschaftlichen Alltag, doch die Grenzen zwischen Genuss und Abhängigkeit sind fließend. Erschreckend ist vor allem, dass immer mehr Jugendliche zur Flasche greifen. Schon vier Prozent der Jugendlichen ab einem Alter von 14 Jahren konsumieren täglich Alkohol.

Alkoholprobleme belasten nicht nur das direkte Umfeld, wie Familie und Angehörige, sondern auch den Arbeitsplatz.
Bis die Alkoholsucht am Arbeitsplatz virulent wird, kann es oft jahrelang dauern: bei Männern zwischen acht und zehn Jahren, bei Frauen sind es zwischen drei und fünf Jahren. Doch die Auswirkungen sind fatal: die Krankenstandstage der Betroffenen häufen sich.

Die Unfallgefahr verdreifacht sich und die Liste der Krankheiten, die mit Alkoholmissbrauch in Zusammenhang stehen ist lang: von Diabetes über Depressionen, Herzerkrankungen, bis hin zum Krebs.

Hilfe bei Stress, aber auch bei vielen anderen Problemen im Job bieten Arbeitspsychologen.
Ob Sie Arbeitspsychologen brauchen, erkennen Sie an seltsamen Vorgängen im Betrieb: Häufige kurze Krankenstände, unerklärliche „Blackouts" verlässlicher Kollegen oder Störfälle, die es eigentlich nicht geben dürfte. Das alles kann bereits Folge von unerträglichem Arbeitsdruck sein.

Kernkompetenzen der Arbeitspsychologen sind unter anderem:
- Verbesserung von Arbeitsabläufen
- Umgang mit arbeitsbedingten psychischen Belastungen: Stressbewältigung, Förderung des Betriebsklimas: Kommunikationsstrukturen, Konfliktbearbeitung
 

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