Studie zeigt: Wohlfühlfilme sind gut für uns

Es gibt so Abende, die können nur Filme wie Pretty Woman und Ziemlich beste Freunde retten. Guilty Pleasure? Nein, laut einer Studie sind Wohlfühlfilme gut für uns!

Studie zeigt: Wohlfühlfilme sind gut für uns

Man hatte eine lange Woche, einen anstrengenden Tag oder ein aufwühlendes Gespräch. Manchmal ist das, was man braucht, kein komplexer Film mit Untertiteln, der die Probleme der Welt aufzeigt. Stattdessen wählt man die immer selben Feel-Good-Filme, bei denen am Ende alles gut und einem warm im Brustkorb wird. Wir bezeichnen sie als Guilty-Pleasure, dabei sind Wohlfühlfilme gut für uns, wie eine Studie zeigt.

Gib mir einen Grund zu lachen

Filmwissenschaftler Keyvan Sarkhosh leitete eine Studie zu dem Thema und untersuchte, was Wohlfühlfilme ausmacht und welche Gefühle sie wachrufen. 400 Teilnehmende wurden gefragt, was sie mit dieser Art Filme assoziieren. Und die meistgenannte Antwort war: Humor. Feel-Good-Filme bringen zum Lachen, haben eine humoristische Note und ein Happy End.

Außenseiter wie ich

Doch worum geht’s dabei? Häufig dreht sich die Handlung um die Suche nach wahrer Liebe, Außenseiterfiguren sind die Held*innen. Und ja, wenn ihr jetzt an Pretty Woman oder Ziemlich beste Freunde denkt, dann seid ihr genau richtig. Diese Filme drehen sich um Personen, die abseits des Mainstreams (Migrant, der Mann im Rollstuhl, die Prostituierte) stehen und dann wieder in die Gesellschaft integriert werden. Sie sind wie du und ich, mit Ecken und Kanten und Fehlern.

Emotionales Bewegtsein

Interessant ist dabei, dass in Wohlfühlfilmen oft auch dramatischer Konflikt vorkommt. Er wird geprägt von traurigen und fröhlichen Elementen. Es ist nicht alles gut, nicht jeder Weg geradlinig, nicht jeder nett. Damit können sich Zuseher*innen identifizieren, weil auch das Leben nicht nur fröhlich oder traurig ist. Traurige Erlebnisse bleiben außerdem stärker in Erinnerung als schöne. Sie berühren uns und beeindrucken uns mehr. In der Emotionsforschung gibt es einen Begriff der als "emotionales Bewegtsein" bezeichnet wird. Es beschreibt das Gefühl, wenn man sich stark emotional berührt fühlt. Der Großteil der Menschen empfindet diesen Zustand als angenehm. Wir sind wieder bei dem warmen Gefühl im Brustkorb und der Hoffnung, dass am Ende alles gut ist.

Kein Guilty Pleasure

Das merkt man auch nach dem Filmabend. Wohlfühlfilm heißt nicht unbedingt, dass wir danach sehr euphorischer Stimmung sind oder bester Laune, aber diese Filme haben oft die Macht, dass wir uns weniger deprimiert und niedergeschlagen, entspannter oder energiegeladener fühlen. Wenn ihr also das nächste Mal mit The Greatest Showman und einer Tafel Schokolade vor dem Fernseher lümmelt denkt daran: Wohlfühlfilme sind gut für uns.

 

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