Studie zeigt, wann wir wirklich erwachsen sind

Beim Abschluss der ersten Versicherung oder wenn wir beginnen, Mittagessen vorzukochen? WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, wann wir tatsächlich erwachsen sind. (Spät. Entspannt euch.)

Mittagessen vorbereiten

Das mit dem Erwachsenwerden ist ja so eine Sache. In einem Moment trinkt man auf Parties ekelhafte Drinks aus ausgewaschenen Marmeladengläsern oder in der Badewanne gekühltes Bier und im nächsten Moment freut man sich über den neuen Staubsauger und bringt auf Parties (die diesen Namen nicht mehr verdient haben, aber okay) mit gerösteten Pinienkernen garnierte Aufstriche mit und tauscht Rezepte aus. Und spätestens dann, wenn die Happy Hour mit Netflix im Bett stattfindet und Pflanzen in der Wohnung schon länger als ein Monat überlebt haben, fühlt man sich richtig erwachsen. Aber wann genau ist dieser Zeitpunkt?

Wir sind erst ab 30 richtig erwachsen

Gesellschaftlich gesehen hat unsere Kultur Reife-Symbole wie Hochzeit, Kinder oder ein Eigenheim als Anzeichen für Erwachsensein festgelegt. Gesetzlich gesehen sind wir ab Vollendung des 18. Lebensjahres erwachsen. Es sei allerdings laut Cambridge-Professor Peter Jones „zunehmend absurd“ ein Alter zu definieren, ab dem man offiziell als erwachsen gibt. Gemeinsam mit anderen NeurowissenschaftlerInnen der Universität Cambridge hat Jones daher Studien durchgeführt, die zeigen sollen, wann die meisten Menschen tatsächlich erwachsen sind. Das Ergebnis: Weil in unseren Mitt- bis Spätzwanzigern noch wichtige Reifungsprozesse im Gehirn stattfinden, sind wir laut Jones und seinen KollegInnen erst ab 30 wirklich erwachsen.

Übergang ins Erwachsenenalter verläuft nuanciert

Die Studie, die die Veränderungen im Gehirn und das Verhalten junger Menschen analysierte, präsentierte der Professor bei einem Kongress im März. Im Zuge dessen wies er auch darauf hin, dass der Übergang vom Kindes- ins Erwachsenenalter „viel nuancierter“ abläuft als unsere Gesellschaft das abbildet. Es sei trotzdem „vernünftig“, dass es ein festgelegtes Alter gibt, in dem die meisten Menschen „reif genug sind, um unterschiedliche Entscheidungen zu treffen und Verantwortlichkeiten zu übernehmen“ – aber wir würden eben alle unterschiedlich schnell reifen. Und das könne man schwierig greifbar machen – anscheinend auch nicht auf Basis des Zeitpunkts, an dem man zusammenpassende Handtücher besitzt oder herausfindet, wie man Spannleintücher faltet. (Gar nicht.)

 

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