Studie zeigt: Beim Sexting steht nicht der Sex im Vordergrund

Neue US-Studie zeigt: Der Großteil der Personen, die Sexting betreiben, tun das aus nicht-sexuellen Gründen. Welche das sind, erfahrt ihr hier.

Frau am Handy

Aufgrund von Smartphones und Social Media spielt sich ein beachtlicher Teil unserer sozialen Interaktionen mittlerweile online ab - sogar unser Sexleben hat sich inzwischen in die digitale Welt verlagert. So gehört Sexting, also der Austausch erotischer Text- oder Bildnachrichten, für viele längst zum Alltag (>>> Wer noch ein bisserl Sexting-Nachhilfe braucht: Wir haben vor kurzem die top Sexting-Tipps für Anfänger*innen zusammengefasst!). Eine neue Studie hat nun herausgefunden, dass beim Sexting allerdings gar nicht die sexuelle Befriedigung im Vordergrund steht…

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US-amerikanische Wissenschaftler*innen der Texas Tech University sammelten die Daten zu sexueller Aktivität und Motivation von rund 160 Teilnehmer*innen zwischen 18 und 69 Jahren. Bei der Analyse zeigte sich, dass zwei Drittel der Proband*innen Sexting in erster Linie aus nicht-sexuellen Gründen betreiben.

Sexting mit Hintergedanken

So stellte sich heraus, dass wir einerseits sexten, weil wir die Bestätigung unseres*r Partners*Partnerin suchen und sichergehen wollen, dass er*sie nach wie vor Interesse an uns hat. Andererseits versenden wir dirty Messages, um dem*r anderen eine Freude zu machen – allerdings nicht ganz ohne Hintergedanken: So kommt es nicht selten vor, dass Partner*innen mit versauten Nachrichten locken, weil sie eine (nicht unbedingt sexuelle) Gegenleistung erwarten – quasi: Ich mach dich scharf, dafür bringst du den Müll runter. Interessant ist auch, dass sich bei den Ergebnissen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Alter, sexueller Orientierung oder Geschlecht zeigten.

Evolution of Sex

Texas Tech Assistant Professor Joseph M. Currin über die Entwicklung sexueller Kommunikation:"Früher haben Menschen noch Liebesgedichte oder erotische Briefe geschrieben. Als die Fotografie verbreitetet wurde, machten Parnter*innen erotische Aufnahmen füreinander". Heute ist Sexting also das gängige Mittel, seine sexuellen Wünsche und Gedanken an seine*n Partner*in zu kommunizieren.

Ohne Konsens geht gar nichts

Was nicht außer Acht gelassen werden darf: Bei den Studienteilnehmer*innen handelte es sich ausschließlich um Personen in einvernehmlichen Beziehungen. Natürlich ist Konsens beim Sexting – wie bei allen sexuellen Aktivitäten! - unverzichtbar. Wer Nacktbilder verschickt, ohne vorher sicherzugehen, dass der*die Empfänger*in diese auch bekommen möchte, betreibt nicht Sexting, sondern sexuelle Belästigung, warnt Currin.

Die Studie wurde bei der diesjährigen Versammlung der Society for Scientific Study of Sexuality präsentiert.

 

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