Studie verrät: Wie Schaufensterpuppen dem Selbstbild schaden

Eine neue Studie aus Liverpool bestätigt eigentlich, was wir schon längst wissen: die Körper von Schaufensterpuppen stellen ein Riesenproblem dar.

Sie haben eine schmale Taille, endlos lange und dünne Beine, perfekt geformte Brüste und schlanke Ärmchen: Schaufensterpuppen. Sie begegnen uns überall und täglich. Und genau das ist das Problem.

Eine neue Studie der University ofLiverpool, die im Journal of Eating Disorderserschienen ist, hat sich die Körper der Plastikpuppen mal genauer angesehen - und ist zu einem erschreckenden und besorgniserregenden Ergebnis gekommen.

Männliche Puppen sind im Vergleich normalgewichtig

Der Körper der weiblichen Puppen würde jenen einer "ernsthaft untergewichtigen Frau" repräsentieren, so die Studie. Dr. Eric Robinson und sein Team haben sich die Schaufensterpuppen von Bekleidungsgeschäften in zwei Einkaufsstraßen in Großbritannien angesehen. Von den 32 weiblichen Puppen, die sie untersucht haben, hatten alle eine Körperform, die ein extremes Untergewicht repräsentiert.

Die männlichen Schaufensterpuppen hingegen waren im Vergleich dazu jedoch normalgewichtig - lediglich acht Prozent der Puppen repräsentierten einen untergewichtigen Körper.

Dr. Robinson schreibt: "Ultradünne Körperideale fördern Probleme mit dem Selbstbild junger Frauen und in Folge dessen auch Essstörungen." Er konkludiert, dass Geschäfte damit anfangen sollten, normalgewichtige Körper zu zeigen. "Wenn man sich das Überhandnehmen von Problemen mit Körperbildern ansieht, und auch die steigende Anzahl von Essstörungen bei jungen Menschen, dann müssen positive Aktionen gesetzt werden, die das Ideal des ultradünnen Körpers hinterfragen. Davon würden vor allem Kinder und junge Frauen profitieren."

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