Studie: Romantische Blicke wirken wie Schmerzmittel

Das Zusammensein sowie der Blickkontakt mit unseren Liebsten lindern unsere Schmerzen – das hat eine neue Studie aus Tirol mithilfe von schmerzhaften Experimenten an Paaren herausgefunden.

Liebespaar

Alles tut weh? Dann schau mal ganz tief in die Augen deiner*deines Liebsten, das dürfte helfen. Wir spüren nämlich weniger Schmerzen, wenn wir unseren Beziehungs-Partner*innen in die Augen schauen. Das hat eine neue Studie eines Tiroler Forschungsteams ergeben. In Zukunft also romantisches, gegenseitiges Anhimmeln statt Schmerztablette?

Weniger Schmerzen im Beisein der romantischen Partner*innen

Bei der Studie untersuchten Wissenschaftler*innen 48 Hetero-Pärchen, die durchschnittlich etwa schon drei Jahre zusammen waren. Sie alle hatten sich freiwillig für das Experiment gemeldet. Jeweils einer der beiden bekam dann ein mehrere Kilo schweres Gewicht auf den Zeigefinger gedrückt. Mit jeder Sekunde wurde der Druck um ein Dekagramm verstärkt. Die Teilnehmer*innen sollten angeben, wann der Schmerz nicht mehr auszuhalten war.

Das Ergebnis: Männer wie Frauen gaben an, weniger Schmerzen zu fühlen, wenn ihre Partner*innen in im Raum waren. Schon die Möglichkeit der geliebten Person in die Augen zu schauen führte dazu, dass sich die Schmerztoleranz der Proband*innen erhöhte.

Mitfühlende Partner*innen als bestes Schmerzmittel

Im Zuge der Studie ließ das Forschungsteam die teilnehmenden Paare einen Standardtest für empathische Empfindungen ausfüllen. Die Wissenschaftler*innen fanden auf diese Weise heraus, dass Teilnehmer*innen, deren Liebste über viel Empathie verfügen, besonders wenig Schmerz empfanden. Somit wären also mitfühlende Parnter*innen die optimalen Schmerzmittel.

Natürlich bleibt offen, ob die Versuchspersonen wirklich weniger Schmerzen empfanden oder ob sie ihre Partner*innen vielleicht doch nur mit hoher Schmerztoleranz beeindrucken wollten.

Alle Ergebnisse der Studie wurden im Scandinavian Journal of Pain veröffentlicht.

 

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