Studie: Einsamkeit ist gesundheitlich schlechter als 15 Zigaretten pro Tag

Keine Generation ist so einsam wie die Generation Z – das fühlt sich nicht nur furchtbar an, sondern hat auch psychische und körperliche Folgen.

Einsamkeit

Von wegen JOMO (joy of missing out) ist die neue FOMO (fear of missing out): Die jüngere Generation fühlt sich um einiges einsamer als Senior*innen. Das zeigt eine aktuelle Studie, publiziert auf multivu.com.

48 Prozent der Gen Z sind einsam

Für die Studie wurden 20.000 Amerikaner*innen zu Gefühlen des Alleinseins und der Einsamkeit befragt. Das Ergebnis zeigt eindeutig: In der Generation Z (also Menschen im Alter von 18 bis 22 Jahren) sind 48 Prozent manchmal oder nahezu immer einsam. Zum Vergleich: Bei Menschen über 72 Jahren fühlen sich "nur" 39 Prozent einsam.

Einsamkeit macht krank

Dazu kommt, dass ein Gefühl der Einsamkeit nicht nur psychische, sondern auch physische Folgen haben kann. Tatsächlich gibt es Studien die zeigen, dass chronische Einsamkeit gleich bzw. teilweise noch schlimmer ist als 15 Zigaretten am Tag zu rauchen. Das macht Einsamkeit von den körperlichen Schäden her schlimmer als Fettleibigkeit.

Psychologin Maike Luhmann erklärt dieses Phänomen gegenüber ZDF: "Psychische Probleme sind vor allem Depressionen oder etwa Angststörungen, die wieder weitere Folgen haben. Auf der körperlichen Ebene gibt es eine ganze Reihe von Symptomen und Krankheiten, vor allem Herz-Kreislaufprobleme, die dann wieder zu anderen Krankheiten führen können. Und am Ende tatsächlich dazu führen können, dass man schneller stirbt."

Was gegen Einsamkeit hilft

Die Studie legt aber auch Handlungsempfehlungen für alle, die sich einsam fühlen, nahe. Darunter sind nicht nur offensichtliche Tipps wie "Zeit mit Freund*innen und/oder Familie verbringen" und "nicht zu viel arbeiten", sondern vor allem auch ein wichtiger Faktor: Schlaf. Wer genügend Schlaf bekommt, fühlt sich nachweislich weniger einsam. Ein Grund mehr für ein ausgedehntes Nachmittagsnap…

 

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