Studie: Das ist der häufigste Grund, warum sich Frauen ihre Intimzone rasieren

Ein belgisches Forschungsteam ist den aktuellen Intimfrisuren-Trends und den Gründen fürs (Nicht-)Rasieren auf den Grund gegangen.

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Wir leben in Zeiten, in denen die Heidi Klum für ein Haar auf ihrem großen Zeh einen Shitstorm erntet, unrasierte Beine auf der Fashion Week ein "Promi-Schock" sind und ein Model wegen Beinbehaarung Hasskommentare bekommt; kurzum: In Zeiten, in denen der gesellschaftliche Druck beim Thema Körperbehaarung nicht spürbar weniger zu werden scheint. Nur für Frauen, versteht sich. Haben doch Männer, wenn es um die eigene Behaarung geht, einen deutlich größeren Toleranzbereich.

Ja, es ist zach, aber hey: Tatsächlich soll dieser gesellschaftliche Druck für den Großteil der Frauen bei der Haarentfernung (oder eben Nicht-Entfernung) keine Rolle mehr spielen. Das zeigt eine aktuelle Studie einer belgischen Universität.

4 von 5 Frauen rasieren regelmäßig ihren Intimbereich

Landing Strip, Brazilian oder voller Busch: Ein Team einer belgischen Universität hat in einer aktuellen Studie die Beweggründe für unterschiedliche Intimfrisuren erforscht. Für das Paper mit dem Titel "To Shave or Not to Shave: Pubic Hair Removal and Its Association with Relational and Sexual Satisfaction in Women and Men" wurden insgesamt über 4.000 ProbandInnen ab 15 Jahren befragt. Dabei ging es nicht nur darum, ob sich die ProbandInnen rasieren, sondern auch warum.
80 Prozent der befragten Frauen hatten sich kurze Zeit vor der Befragung ihren Intimbereich rasiert, bei den Männern waren es nur 39 Prozent. Nur 3 Prozent der Frauen haben ihre Intimbehaarung noch nie entfernt, hingegen ganze 21 Prozent der Männer verzichten auf die Intimrasur.

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Oralsex als meist genannter Grund

Ging es um die Gründe für die Haarentfernung im Intimbereich, waren sich die befragten Frauen nahezu alle einig: 75 Prozent gaben an, durch die Haarentfernung mehr Genuss beim Oralsex zu empfinden. 39 Prozent der Männer nannten ebenso Oralsex als Grund fürs Rasieren. 67 Prozent Frauen fühlen sich durch die Haarentfernung "femininer" (was genau damit gemeint ist, lässt die Studie offen), 63 Prozent genießen das "weiche Gefühl" und 62 Prozent gaben an, dass ihr Partner einen haarlosen Intimbereich bevorzugt. Ganz so scheinen wir die gesellschaftlichen Normen also doch noch nicht überwunden zu haben. Aber: Babysteps. Immerhin.

 

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