Studie beweist, dass Covid-19-Impfung Periode von Frauen verändern kann

Als Frauen dies erstmals Anfang 2021 äußerten, wurden deren Bedenken nicht wirklich ernst genommen. Die Änderungen halten meist nur einen Zyklus an und haben keinerlei negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Frauen.

Studie beweist, dass Covid-19-Impfung Periode von Frauen verändern kann

Emotional sind wir mit Covid-19 wirklich fertig. Niemand hat mehr Lust. Leider ist die Pandemie, wie man durch die vielen Neuinfektionen und vermutlich hohe Dunkelziffer sieht, aber noch nicht final durchgestanden. Die letzten 2,5 Jahre waren wild – nicht nur für uns als Bürger*innen, auch Wissenschaftler*innen, Mediziner*innen und Regierungsmitglieder mussten sich permanent auf neue Situationen und Varianten einstellen und mit neuen medizinischen Erkenntnissen arbeiten.

Verschobene Periode

Nachdem wir Anfang 2021 endlich die Möglichkeit zur Impfung bekamen, merkten viele Frauen im vergangenen Jahr, dass sich kurz nach der Impfung ihre Periode verschob. Diese teilten ihre Beobachtungen. Gerade auf Social Media meldeten sich tausende und abertausende Frauen weltweit, die dasselbe Phänomen (das unbedenklich, aber spannend war) beobachteten. Auch wir berichteten im Mai 2021 darüber. Von Mediziner*innen wurde dies zuerst abgetan. Die Sorgen und Bedenken der Frauen wurden nicht ernst genommen und viele schoben es auf emotionalen Stress (man kennt sie ja, die hysterische Frau).

Studie beweist Verschiebung

Wie die Washington Post nun diese Woche berichtete, waren die Frauen aber weder hysterisch, noch bildeten sie sich das Phänomen ein. Neue Untersuchungen zeigen, dass die Frauen recht hatten. Eine Studie mit fast 20.000 Menschen aus aller Welt beweist, dass eine Covid-19 Impfung den Zeitpunkt des Menstruationszyklus verändern kann. Bei den Geimpften verzögerte sich die Periode im Durchschnitt um etwa einen Tag im Vergleich zu den Ungeimpften. Die Daten für die Studie stammten von der beliebten Perioden-Tracking-App namens Natural Cycles, und umfassten Menschen aus der ganzen Welt, die meisten aus Nordamerika, Großbritannien und Europa.

Vorübergehende Auswirkungen

Alison Edelman, Professorin für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Oregon Health & Science University, die die Studie leitete, sagte, dass die Auswirkungen bei den meisten Menschen vorübergehend seien und einen Zyklus lang andauerten, bevor sie sich wieder normalisierten. Sie sagte, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Nebenwirkungen die Fruchtbarkeit beeinträchtigten. "Jetzt können wir den Menschen Informationen darüber geben, was sie möglicherweise erwartet", sagte Edelman. "Ich hoffe, dass das für die Betroffenen beruhigend ist."

Frauen-Probleme

Und während die positiven Effekte und die Wichtigkeit der Impfung nach wie vor außer Frage stehen, ist es doch bezeichnend, dass die medizinischen Bedürfnisse und Bedenken von Frauen erst abgetan und vor allem nicht näher beleuchtet wurden. Viele Frauen berichteten zusätzlich auch über schmerzhaftere Perioden nach der Impfung. Auch dies wird aktuell endlich in Studien untersucht, sodass Frauen bei der Impfung entsprechend darüber aufgeklärt werden können. Das hilft einerseits dabei, dass es keine unnötigen Ängste gibt und andererseits auch, dass man vorbereitet ist. Denn die Periode bekommen, ohne darauf vorbereitet zu sein (und vielleicht sogar eine weiße Hose zu tragen) ist nie lustig.

 

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