Studie: 20 bis 40-Jährige leiden momentan am meisten unter Stress

Wie eine neue Studie zeigt, sind tendenziell Jüngere, Angestellte ohne Führungsverantwortung und Personen mit niedrigem Bildungsniveau besonders stark von Stressbelastungen betroffen.

Frau ist verspannt

Unser Alltag ist - insbesondere in diesem Jahr - von Belastungen geprägt. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Stressmanagement.Institutes. Besonders das Grübeln, also ständig kreisende Gedanken, aber auch Unzufriedenheit und Nervosität machen vielen Menschen zu schaffen. Die Stressbelastungen sind vor allem in den jüngeren Altersgruppen, also 21-30 und 31-40 Jahre stark ausgeprägt. Auch Schichten mit geringerem Ausbildungsniveau sowie Angestellte in Hilfstätigkeiten bzw. Spezialist*innen ohne Führungsverantwortung sind stark betroffen.

Ein Viertel der Befragten nahe am Burnout

Im Zuge eines sogenannten "Stress-Checks" befragte das Stressmanagement.Institute 280 Teilnehmer*innen verschiedenen Alters zu ihrem Wohlbefinden. Dabei wurde deutlich, dass viele momentan unter unterschiedlichen Stresssymptomen leiden, besonders stark jene in den jüngeren Altersgruppen. Befragte berichteten von körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, chronischer Müdigkeit, Muskelverspannungen oder Kopfschmerzen.

Aber auch psychische Signale wurden immer wieder beklagt: So wäre ein Drittel der Teilnehmer*innen von wiederholt aufkehrenden Angstgefühlen und Versagensängsten geplagt. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten gab an, regelmäßig Nervosität und innere Unruhe zu verspüren. Bei den 21-30-Jährigen waren es sogar 50 Prozent. 43 Prozent der Proband*innen fühlt sich oft unzufrieden und unausgeglichen. Zu wenig Sport/Bewegung sind oftmals genannte Begleiterscheinungen. Rund ein Viertel der Befragten gab an, sich "stark ausgebrannt" zu fühlen und nahe am Burnout zu stehen.

Was hilft gegen Stress?

Die Stressbelastung zu minimieren, ist nicht so einfach – schließlich können wir unsere Umstände nicht so leicht abändern oder To-Dos einfach streichen. Da bei vielen Menschen Stress vor allem durch ihre berufliche Tätigkeit entsteht und ein Viertel der Befragten angab, bereits nahe am Burnout zu stehen, sei es laut Expert*innen des Stressmanagement.Institutes dringend notwendig, dass Arbeitgeber hier agieren, indem sie für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen sorgen und Angestellte beim Stressmanagement unterstützen.

Menschen, die selbst von starkem Stress betroffen sind, raten die Expert*innen, an der Art und Weise, wie sie mit Stress umgehen, anzusetzen. Dafür wäre es aber notwendig, vorab zu erkennen, was genau den Stress auslöst (Job, Familie, etc.), dann zu schauen, ob persönliche Stressverstärker die Situation verschlimmern (beispielsweise Perfektionismus) und anschließend die eigene Stressreaktion zu analysieren, also zu fragen: Reagiere ich in Stresssituationen mit Überforderung, Hilflosigkeit, Gereiztheit, …? Kennen wir unsere eigenes Stressverhalten besser, ist es einfacher, daran zu arbeiten und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Ein Coaching oder eine Therapie können dabei helfen.

 

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