Studentin rasiert nichts und steht dazu

Die britische Studentin Yasmin Gasimova findet es zu anstrengend, sich zu rasieren, und will sich von der Gesellschaft nicht in ein Korsett pressen lassen.

Aufgrund ihrer türkischen Wurzeln hat die britische Studentin Yasmin Gasimova starken Haarwuchs: auf den Beinen, auf den Armen und auf dem Bauch. Daher ist bei ihr nicht nur die Achsel buschig, und selbst im Gesicht sind die Haare etwas länger. Aber Yasmina emfpindet das Rasieren ihres ganzen Körpers als ziemliche Schikane, daher entfernt sie weder die Achselhaare, noch auf den Beinen oder im Intimbereich, im Magazin "The Tab" hat sie ein Essay über ihre Erfahrungen mit Körperbehaarung geschrieben.

Ihre frühesten Erinnerungen daran, dass sich Burschen über ihre Haare lustig gemacht haben, datieren zu ihrem 10. Lebensjahr zurück. Bis heute sind ihr die Haare unangenehm, aber sie versucht, sie anzunehmen. Wenn sie die Beine rasiert, formt die Haut rote Pünktchen und Pickel und eine Woche später sind die Haare wieder gleich lang. Es ist eine große Unannehmlichkeit für sie, also hat sie entschieden: Warum sollte ich mich dazu zwingen?

Während ihre Freundinnen zum Ausgehen Mini-Röcke und Hot Pants anziehen, entscheidet sie sich für blickdichte Strumpfhosen und langärmelige Shirts um den verurteilenden Blicken auszuweichen. Für einen Strandurlaub oder selbst wenn sich ein One-Night-Stand anbahnt, rasiert sie sich manchmal. "Ich nehme dann diese Unbequemlichkeit auf mich, bevor ich mich den gemeinen Blicken und der Rückweisung aussetzen."

Sie musste schon mit unterschiedlichsten Reaktionen umgehen. Ihre Mutter findet, das es ungepflegt aussieht, ihre Freundinnen fanden es unhygienisch und auch ihr Ex-Freund fand es nicht sexy. Aber je älter sie wurde, umso verständnisvoller wurden ihre Freunde. Sie lernten, dass es unfair ist, Menschen aufgrund persönlicher Entscheidungen zu verurteilen.

Sie schreibt, dass die meisten Mädchen kein Problem haben, sich an die haarige Haut ihres Freundes zu schmiegen, und dass das nur die kaputte Doppelmoral unserer Gesellschaft zeigt. Sie wünscht sich, dass nichts an ihrem natürlichen Körper eine Frau unweiblich fühlen lässt, aber damit das passiert, müssten ihre noch viele Schwestern ihr folgen und haarige Körper entstigmatisieren.

 

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