Straches Rückzug: Die besten Reaktionen aus den Tiefen des Internets

Der ehemalige FPÖ-Chef zieht sich aus der Politik zurück. Er kommt damit einem drohenden Ausschluss der Partei zuvor - und liefert genug Stoff für allerlei Gescheites und Lustiges im Internet.

Die besten Reaktionen auf Straches Rücktritt

Es ist passiert: Heinz-Christian Strache hat seine Parteimitgliedschaft ruhend gestellt. Oder so etwas ähnliches, diesen Status gibt es laut FPÖ-Satzung nämlich nicht. Mitglieder können lediglich austreten. Naja, Strache sagt jedenfalls "ruhend gestellt", die FPÖ selber sagt noch nix. Der ehemalige FPÖ-Chef aber will sich laut eigener Angabe komplett aus der Politik und Öffentlichkeit zurückziehen und kommt so einem drohenden Ausschluss der Partei zuvor.

Straches politisches Ende in Spass und Ernst

In Land und Netz sorgt das zwangsläufig für Furore, Strache gehört immerhin seit fast zwei Jahrzehnten zum politischen Theater. Und weil die Leut' im Internet so kurzfristig immer die klügsten und lustigsten Sachen sagen, haben wir die besten Tweets und Reaktionen zum Strache-Rückzug gesammelt.

Vom Wodka zum Wein

Das fängt an bei Straches Ortswahl zur Verkündung seiner Botschaft an: einer Weinbar. Post Ibiza-Urlaub sorgt das ein bisserl für Erstaunen.

Kein Mitleid für HC

So arg war es dann nicht: Kein Wein, und nicht mal Wasser sollen bei dem Termin kredenzt worden sein, wie der Standard verrät. In der "persönlichen Erklärung" entschuldigt sich Strache bei seinen Wähler*innen. "Aufrichtig und erneut", wie er sagt.

Die erhobenen Vorwürfe seien falsch, Strache hofft auf rasche Aufklärung und bittet von Vorverurteilungen abzusehen. Beim einen oder anderen mag das für ein bisserl Mitleid reichen, in der Twittergemeinde hat Strache mit solchen Stehsätzen keine Chance. Hier hat man nicht vergessen, was in den letzten Monaten und Jahren seiner Karriere passiert ist.

Die "Huren" mit dem dicken Fell

Auch bei Journalist*innen und Medienberichterstatter*innen des Landes entschuldigt sich der ehemalige FPÖ-Chef im Scheiden. Er habe sie in der Vergangenheit beleidigt, wenn auch aus dem Zusammenhang gerissen. Das tue im leid. Journalist*innen hätten aber ein hartes Fell und würden das schon aushalten. Zum harten Fell gehört wohl auch eine Prise Sarkasmus und die darf auf Twitter und Instagram zum Vorschein kommen.

Eva Reisinger über Straches Entschuldigung

Dancing Stars oder Liste Strache?

Nur: Wie soll es jetzt weitergehen? Ein Österreich so ganz ohne HC in der Politlandschaft kann man sich auf Twitter fast gar nicht vorstellen - und stellt sofort Vermutungen auf.

Die Gerüchte, wonach er mit einer eigenen "Liste Strache" zur Wien-Wahl im kommenden Jahr antreten könnte, hat Strache mit seinen heutigen Aussagen nicht bestätigt. Die Domain liste-strache.at wurde aber am Sonntag beim Hostinganbieter Host Europe registriert. Ob mehr dahinter steckt oder nur jemand auf einen Gewinn durch geschickte Reservierung einer Domain hofft, lässt sich bis jetzt nicht sagen. Bis zur Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung waren die Informationen zu Domaininhaber*innen öffentlich einsehbar, nun geschieht das nur auf Anfrage in Ausnahmefällen. Es heißt also abwarten. Denn wie das letzte Jahr eindrucksvoll gezeigt hat: Alles kann passieren.

 

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