Stockholmer U-Bahn zeigt Bilder menstruierender Frauen

Kunst im öffentlichen Raum hat die Fähigkeit, viele Menschen zu erreichen und animieren. Doch nicht alle sind von der Ausstellung der renommierten schwedischen Künstlerin begeistert.

Mit ihrer neuesten Ausstellung sorgt die schwedische U-Bahn, auch bekannt als "längste Galerie der Welt" (sie ist 90 bis100 Stationen lang), unter den U-Bahn-FahrerInnen für gemischte Reaktionen.

Denn die Bilder der bekannten schwedischen Illustratorin Liv Strömquist zeigen menstruierende Frauen - und das stößt nicht bei allen auf Wohlwollen und Gefallen. Schon seit fünf Wochen hängen die Bilder der Schau namens "The Night Garden" der Künstlerin in der Station Slussen und sollen dort nicht nur provozieren, sondern vor allem Tabus brechen.

"Widerlich"

Doch wie es bei Menstruations-Kunst nun einmal üblich ist, findet diese nicht jeder toll. So wurde Strömquists Kunst in den sozialen Medien als "widerlich" beschimpft, ein Nutzer ärgerte sich auf Twitter und schrieb "es ist nicht lustig, einer Vierjährigen zu erklären, warum diese Frau rot zwischen den Beinen ist".

Die Künstlerin zeigt sich von der Diskussion wenig überrascht, es sei wichtig, auf gesunde Weise dieses Tabu zu brechen. "Es ist komisch, dass es als so provozierend erachtet wird. Es fällt mir schwer, das zu verstehen", sagte sie einem schwedischen Radiosender.

Die öffentliche Transportfirma "SL", deren Kommission die Ausstellung aussuchte und genehmigte, steht trotz der Kritik weiterhin hinter den Kunstwerken. "In der Kunst ist es Tradition, dass der menschliche Körper Subjekt von Interpretationen wird. Durch diese Ausstellung der Kunst Liv Strömquists, möchten wir den menschlichen Körper in all seinen Formen feiern", so die SL-Sprecherin Martina Viklund.

Mood.

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