Stimmt es, dass Heilfasten die Darmgesundheit fördert?

Eine neue Studie liefert spannende Erkenntnisse.

Was Heilfasten für deine Gesundheit bringt

Heilfasten beschreibt den freiwilligen Verzicht auf feste Nahrung für einen festgelegten, begrenzten Zeitraum. In der Regel wird über fünf bis maximal 35 Tage keine feste Nahrung aufgenommen. Der*Die Fastende ernährt sich, je nach Fasten-Modell, ausschließlich von Gemüsebrühe, Säften, Tee und Wasser. Auf diese Weise sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden, besagt die Theorie. So manche*r möchte mit dieser Methode auch gerne das ein oder andere Kilo verlieren.

Eine neue Studie hat sich nun angesehen, welche Auswirkungen das Heilfasten auf unseren Darm und Stoffwechsel hat und ob es den Alterungsprozess verlangsamen kann:

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Fasten kann Darmerkrankungen vorbeugen

Forscher*innen der Universität Wien und des Biotechnologie-Unternehmens BIOMES untersuchten in einer gemeinsamen Studie, welchen Zusammenhang es zwischen Fasten, Darm-Mikrobiom und Stoffwechsel gibt. Anhand 180 Proband*innen erforschten sie, welche gesundheitlichen Unterschiede zwischen jenen, die Heilfasten betrieben und jenen, die es nicht taten, feststellbar waren. Die Teilnehmer*innen der Fastengruppe nahm im Schnitt 4,5 Kilogramm ab. Darüber hinaus entwickelten sich bestimmte Parameter positiv, die zu einem längeren und gesünderen Leben beitragen. Dazu gehört speziell das Darmmikrobiom:

"Wir konnten einen erhöhten Spiegel der Fettsäure 'Butyrat' mit wichtigen epigenetischen Konsequenzen verzeichnen. Sie ist bekannt dafür, Darmerkrankungen und entzündlichen Prozessen vorzubeugen", erklärt Stephanie Lilja MSc, Doktoratsstudentin für Ernährungswissenschaften an der Universität Wien und wissenschaftliche Leiterin der Studie.

Langlebigkeit durch Fasten?

Auch das Verhältnis der Firmicutes- und Bacteroidetes-Bakterien veränderte sich bei jenen, die fasteten. So nahmen die Firmicutes ab, während die Bacteroidetes zunahmen. Idealerweise sind Bacteroidetes und Firmicutes im Verhältnis 1:1 vorhanden. Bei Menschen mit Übergewicht überwiegen die Firmicutes stark. Dr. Tewodros Debebe, wissenschaftlicher Leiter bei BIOMES: "Je niedriger also die Zusammensetzung dieser Bakteriengruppen war, desto geringer war auch das Körpergewicht. Umgekehrt nahmen die sogenannten 'Christensenella'-Bakterien zu. Diese werden mit Langlebigkeit und einem niedrigen Body-Mass-Index (BMI) in Verbindung gebracht."

Egal, ob nun das Abnehmen oder aber das Wohlbefinden im Vordergrund steht - "gelegentliches Fasten tut uns allen gut", resümiert Systembiologe Dr. Paul Hammer.

 

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