Sprechen Sie Quilt?

Schöne Stoffe, ein wenig Zeit und etwas Nähgarn – fertig ist der Quilt. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Herstellung von selbstgemachten Quilts achten sollten.

Zuschneiden, zusammensetzen, nähen. Was einfach klingt, hat viel System. Denn die schönen „Fleckendecken" brauchen Vorbereitung und etwas Übung, um aus einzelnen Stoffflecken schöne Quilts zu machen.

Das weiß auch Jane Brocket. Die Autorin mehrerer Handwerksbücher traute sich nur zaghaft über ihren ersten Quilt. In ihrem Buch „Quiltinspirationen", das kürzlich auch auf Deutsch erschienen ist, beschreibt sie nun 16 verschiedene, bunte Quilt-Projekte und erzählt die Geschichten dahinter.

Quilt

Wir verraten Ihnen die Tipps der Quilterin:

- Stoffmenge: Wie viel Stoff Sie für einen Quilt benötigen, hängt sehr vom Muster ab. Rechnen Sie für die Oberseite mit insgesamt rund 4-5 Metern Stoff für ein Einzelbett bzw. mit rund 6 Metern für ein Doppelbett. Für die Rückseite sollten Sie nochmals 5-6 Meter einrechnen. Für die Einfassung messen Sie den Umfang des fertigen Quilts (2x Länge & Breite) und fügen noch rund 30 cm Nahtzugabe an. Das ergibt die Länge des Streifens, der außerdem rund 6 cm breit sein sollte. Vergessen Sie auch nicht auf das Vlies als „Füllung" zwischen Ober- und Unterseite, es sollte rund 10 cm größer als die Oberseite sein.

- Stoffauswahl: Welchen Stoff Sie verarbeiten möchten, ist Ihre persönliche Entscheidung. Vielleicht haben Sie schon Ideen zu Mustern und Farben, vielleicht gehen Sie aber auch einfach in ein Stoffgeschäft, stöbern dort und probieren, verschiedene Stoffe übereinander zu legen. Für die Rückseite eignen sich schlichte Muster ebenso wie extravagante oder solche, die das Thema der Vorderseite aufnehmen. Große Muster und Tupfen passen auf der Rückseite immer!

Mehr Tipps auf Seite 2!

Hinter Quilts steht eine langjährige Tradition. Quilter trafen sich schon immer, um gemeinsam zu nähen, sich Geschichten zu erzählen und diese Geschichten die Quilts einzuarbeiten. So ist jede Decke etwas ganz Besonderes.
Quiltinspirationen
16 Projekte
Brocket, Jane
Haupt Verlag, € 30,80

- Zuschnitt: Schneiden Sie die Stoffstücke für die Oberseite immer etwas größer zu, auf jeder Seite sollten rund 6 mm Nahtzugabe einberechnet werden. Schneiden Sie zu Beginn nur wenige Stücke zu, legen Sie diese am Boden zu dem gewünschten Muster, um zu sehen, ob die Muster harmonieren.

- Anordnung: Legen Sie die ersten zugeschnittenen Stoffstücke auf dem Boden oder einer Entwurfstafel auf. Wenn Sie mit der Anordnung zufrieden sind, können Sie alle Stück zuschneiden und ebenfalls auflegen. Stimmt das Arrangement, kann es mit dem quilten losgehen.

- Quilten: Nun geht es ans Nähen. Beginnen Sie mit der Oberseite, danach kommt die Unterseite und schließlich beginnt mit dem Zusammensetzen der beiden Teile sowie der Vliesfüllung das Quilten. Sie können per Hand oder mit der Maschine quilten. Mit letzterer geht es schneller, per Hand wird die Arbeit weniger flachgedrückt, händisch können Sie zudem komplexe Muster mit winzige Stichen nähen. Jane Brocket empfiehlt für das Quilten Garn aus 100 Prozent Baumwolle. Jede Naht der Oberseite sollte nach dem Zusammennähen gebügelt werden.


Schritt-für-Schritt-Anleitungen und viele Inspirationen zu Mustern und Stoffen, finden Sie in Jane Brockets Buch „Quiltinspirationen".

 

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