Sprechen du und dein*e Partner*in dieselbe Liebessprache?

Es gibt fünf Sprachen der Liebe. Damit ihr die zweite Person richtig lieben könnt, müsst ihr deren Sprache sprechen. Wie drückt ihr eure Liebe aus?

Sprichst du und dein*e Partner*in dieselbe Liebessprache?

Kennt ihr das Verlobungsvideo von Justin Baldoni? Diese große Geste, in der er seine unsterbliche Liebe verkündet und seine heutige Frau Emily bittet, ihn zu heiraten? Inszeniert in einer großen, aufwändige Show? Keine Sorge, ihr braucht es nicht suchen, wir haben es hier nochmal für euch. Vielleicht hat es euch mal eine Freundin oder Schwester weitergeschickt und gemeint: Ohhh, schau mal! Stell dir vor jemand macht das für dich?

In Justin Baldonis Podcast Man Enough war am 23. August seine Frau Emily Baldoni zu Gast und sprach darüber, wie übertrieben sie diesen Antrag fand, wie unwohl sie sich damit fühlte und wie wenig er zu ihr gepasst hat. Sie hatte damals das Gefühl, dass er keine Ahnung hatte, wer sie wirklich ist und was sie brauchte oder möchte. Große Gesten sind ihr nicht wichtig.

Wir sprechen nicht dieselbe Sprache

Das ist das perfekte Beispiel, um zu zeigen, wie wichtig es ist, die Liebessprache der anderen Person zu sprechen. Denn auch wenn diese große Geste die Liebessprache von Justin war, der damit seine Liebe ausgedrückt hat, so war es nicht die Liebessprache von Emily. Aber was bitte sind Liebessprachen?

5 Liebessprachen

Psychologe und Beziehungsexperte Gary Chapman hat fünf Liebessprachen definiert. Seiner Theorie nach, zeigen Menschen auf unterschiedliche Arten ihre Zuneigung. Das ist prinzipiell kein Problem. Problematisch wird es dann, wenn eine*r immer eine Liebessprache spricht, die bei der zweiten Person nicht ankommt. Somit erreicht die ganze Zuneigung, die diese Person geben möchte, den*die andere nicht.

Chapman unterteilt Liebessprachen also in 5 Kategorien:

1. Worte der Anerkennung

Du zeigst deine Gefühle vor allem über Komplimente, Lob, ausgesprochenes Verständnis und Liebesbekundungen in Worten. Von dir sind die Sätze: "Es ist schön, dass du da bist", "Danke, dass du mich verstehst", "Ich liebe dich!"

2. Geschenke

Für dich sind Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke mehr als etwas, das man machen muss. Sie sind deine Sprache der Liebe. Wenn du etwas verschenkst, dann sind viele Gedanken da hineingeflossen. Du wartest nicht auf Anlässe, sondern zeigst durch ein besonderes Buch, über das ihr mal gesprochen habt oder einen selbst gestrickten Schal, wie wichtig dir jemand ist.

3. Unterstützung

Es sind die kleinen Dinge im Leben, durch die du zeigst, wie gern du jemand hast. Wenn du deiner*deinem Partner*in das Essen nochmal wärmst, wenn er*sie am Heimweg ist, wenn du ungefragt einen Einkauf erledigst, weil du weißt es wird für sie*ihn sonst stressig oder wenn du Überstunden machst, damit du ihr*ihm mal die Kinder abnehmen kannst und der*die Partner*in einen Tag Me-Time hat.

4. Gemeinsame Zeit

Es sind gemeinsame Momente, die du sammeln möchtest. Du nimmst dir aktiv Zeit für die zweite Person, und dir liegt viel daran, gemeinsamen Hobbys nachzugehen, Urlaube und Wochenenden miteinander zu verbringen und zum Beispiel täglich gemeinsam Abend zu essen.

5. Physische Berührung

Du liebst es, Händchen zu halten, eng verknotet einzuschlafen, euch dauernd zu küssen, zu streicheln. Auch wenn ihr mit Freund*innen unterwegs seid, legst du einen Arm um den*die Andere*n, du hältst unter dem Tisch ihre*seine Hand und kannst gar nicht genug von Berührungen bekommen.

Für mehr Verständnis

Warum solltet ihr eure Liebessprachen kennen und kommunizieren? Es kommt in den besten Beziehungen vor, dass eine*r das Gefühl hat, extrem viel Liebe zu geben, während dem*der anderen diese trotzdem fehlt. Das liegt daran, dass diese vermutlich falsch transportiert wird. Jede*r von uns ist eine Mischung aus Liebessprachen und in jeder Beziehung ist Platz für die Liebessprachen beider Personen.

Darüber sprachen auch Emily und Justin Baldoni in ihrem Podcast. Nachdem Justin verstanden hatte, dass Emily diese großen Gesten nicht wichtig waren, konnte auch sie akzeptieren, dass er so gerne seine Liebe zeigte. Sie fühlte sich dabei nicht mehr missverstanden. Es war seine Art, zu transportieren. Gleichzeitig lernte aber auch er, dass die Liebe, die er darin versteckte, nicht ankam und lernte auf ihre Art zu kommunizieren. Mit gemeinsam verbrachter Zeit und Unterstützung.

Wenn ihr wissen möchtet, was eure Liebessprache ist, so könnt ihr das in verschiedenen Test online herausfinden. Hier beispielsweise im Test von von 5 Love Languages.

 

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