„Sports Illustrated“ zeigt erstmals eine Muslimin in Burkini auf dem Cover

Halima Aden wird heuer die berühmte Bademodenausgabe zieren. Damit ist sie die erste Frau mit Burkini und Hijab auf dem Cover des Sportmagazins.

„Verändere niemals dich selbst. Verändere das Spiel!“, schreibt Halima Aden auf Instagram unter dem Posting, mit dem sie ihren aktuellsten Modeljob öffentlich macht. Als erste Frau in Hijab und Burkini auf dem Sports Illustrated-Cover will sie ihre Strahlkraft nutzen und jungen Frauen und Mädchen Mut machen: „Ladies, alles ist möglich!“, schreibt das amerikanisch-somalische Model weiter.

Heidi Klum, Kate Upton, Irina Shayk und viele weitere normschöne, weiße Frauen waren in der Vergangenheit auf der Titelseite des Magazins mit überwiegend männlicher Leserschaft zu sehen. Dass nun erstmals eine Muslimin in Ganzkörper-Schwimmanzügen zu sehen ist, sei laut Halima Aden „so viel größer als ich.“ Das Cover sende eine „eine Botschaft an meine Gemeinschaft und die Welt, dass Frauen mit unterschiedlichem Hintergrund, Aussehen, Erziehung zusammenstehen und gefeiert werden können."

Muslimische Frauen brauchen mehr Sichtbarkeit in der Modeindustrie

Halima Aden kannte man schon vor dem Sports Illustrated-Cover: 2018 zierte sie das als erste Frau mit bedecktem Haar die britische Vogue. Sie will beweisen, dass es in der Modebranche auch einen Platz für zurückhaltende muslimische Frauen gibt, sagt sie selbst. Gerade deshalb sei das Cover der Bademodenausgabe für sie ein ganz besonderer „Traum, der wahr geworden ist.“ Sie selbst ist in einem Flüchtlingslager im Nordosten Kenias aufgewachsen und mit sieben Jahren in die USA gezogen. Ihr sei es wichtig gewesen, ihr Leben im Flüchtlingslager in dem Shooting aufzugreifen, weshalb die Cover-Fotos am Watamu Strand im Norden von Mombasa entstanden sind. „Ich denke daran zurück, als ich als Sechsjährige in dem Land in einem Flüchtlingslager war“, so das Model laut Sports Illustrated während dem Shooting. Sie lebe zwar jetzt ihren Traum, würde aber trotzdem immer wieder an diesen Ort in Kenia zurückkehren.

 

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