Sport ab 50: Fitness ist keine Frage des Alters

Sport ist in jeder Lebenslage gesund und wohltuend.

Sport

Ganz egal, ob man mit 15 anfängt, mit 35 oder mit 55 – von den Effekten, die Sport auf Körper und Geist hat, kann man immer profitieren. Der Spruch „Sport ist Mord“ ist schlichtweg falsch. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Wer sich regelmäßig bewegt, lebt tendenziell länger und altert besser. Vor allem Frauen, die in die Wechseljahre kommen, sollten darauf achten, Sport in ihren Alltag zu integrieren. Dabei ist alles erlaubt, was Spaß macht und der eigenen körperlichen Konstitution entspricht.

Warum ist Sport in der Menopause so wichtig?

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess, den jede Frau in ihrem Leben durchläuft. Wenn die Hormone sich umstellen, kann es jedoch zu diversen Symptomen kommen: Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen zum Beispiel. Außerdem geht mit dem sinkenden Östrogenspiegel häufig auch eine ungewollte Gewichtszunahme einher. Sport hilft wirksam dabei, diese Symptome zu lindern – Hitzewallungen werden weniger, und man fühlt sich mental ausgeglichener. Dadurch, dass Muskeln aufgebaut werden, ist der Körper gestraffter und definierter.

Häufig wirkt sich die Menopause auch negativ auf die Konzentrationsleistung und die mentale Leistungsfähigkeit aus: Betroffene fühlen sich dann zerstreut und können sich Dinge schlechter merken. Auch in diesem Fall ist Sport eine gute Idee: Dadurch, dass der ganze Körper besser durchblutet wird, ist auch das Gehirn aktiver. Somit erhöht sich die geistige Gesundheit und Konzentration.

Welche Sportart ist die Richtige für mich?

Es gibt viele Formen der Bewegung, die für Frauen jenseits der 50 geeignet sind. Wichtig ist es dabei, auf den eigenen Körper zu hören und Überlastungen zu vermeiden. In jüngeren Jahren kann der Körper viel wegstecken – je älter wir werden, desto wichtiger ist es, achtsam mit sich umzugehen. Für einen starken Beckenboden eignet sich Yoga Pilates besonders gut Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Yoga und Pilates, die sowohl die Körpermitte trainiert als auch zu mehr Ruhe und Gelassenheit führen kann.

Ab 50 entwickeln Frauen häufiger Symptome von Inkontinenz. Das liegt unter anderem oft daran, dass der Beckenboden, der sämtliche Unterleibsorgane hält und stützt, weniger kraftvoll und elastisch ist als in jüngeren Jahren. Wie jeden anderen Muskel auch kann man den Beckenboden aber trainieren und so Blasenschwäche entgegenwirken.

Darüber hinaus ist jede Sportart geeignet, für die der Arzt sein Okay gegeben hat. Gymnastik hält den Körper dehnbar und beweglich, Ausdauersportarten helfen dabei, überflüssige Pfunde loszuwerden. Auch Krafttraining im Alter kann sinnvoll sein, da es dem natürlichen Muskelabbau entgegenwirkt. Ideal ist eine Mischung aus verschiedenen Übungen und Sportarten. Auch Bewegung im Alltag, beispielsweise durch längere Spaziergänge oder häufigeres Treppensteigen, trägt zu einem aktiven Lebensstil und dem Erhalt der Gesundheit bei. Entscheidend ist, runter von der Couch und rein in die Aktivität zu kommen.

Wie finde ich Motivation?

Wenn man 20 Jahre lang keinen Sport mehr gemacht hat und wieder anfangen möchte, ist die Hürde oft groß und der innere Schweinehund stark. Dann ist es hilfreich, klein anzufangen und sich langsam zu steigern. Plane kurze Sporteinheiten in deinen Tagesablauf ein, die du ohne Stress einhalten kannst. Wenn du spürst, wie gut es dir tut und du erste Veränderungen wahrnehmen kannst, wirst du automatisch Lust darauf haben, dabei zu bleiben. Manche Frauen profitieren zudem besonders davon, sich einer Gruppe anzuschließen und mit Gleichgesinnten zu trainieren. So wird der Sport zu einem sozialen Event, bei dem man neue Kontakte knüpfen und sich gegenseitig unterstützen kann.

 

Aktuell