Spanische Intellektuelle boykottieren All-Male-Panels

Über 600 ökonomische Experten und Wissenschafter haben das "No Sin Mujeres" (Nicht ohne Frauen) Dokument unterschrieben, um All-Male-Panels ein Ende zu setzen.

Die akademische Welt in Spanien wird gerade aufgerüttelt. Immer mehr Männer sind sich der Geschlechterungleichheiten ihrer Berufssparte bewusst und werden Verbündete im feministischen Kampf für mehr Gleichberechtigung.

Wie die spanische Tageszeitung EL PAÍSberichtet, haben sich Akademiker und ökonomische Experten zusammengeschlossen, um All-Male-Panels zu boykottieren. Sie unterschrieben ein Dokument namens No Sin Mujeres (Nicht ohne Frauen), in dem sie angeben, nicht mehr an Veranstaltungen, Konferenzen oder Podiumsdiskussionen teilzunehmen, wenn nicht zumindest eine Frau als Expertin eingeladen wird.

Wenn keine Frau spricht, sind sie nicht dabei

Das ist keine extreme Forderung - und trotzdem mussten bereits einige Unterzeichner ihre Teilnahme an Events absagen, weil genau das nicht der Fall war. Angefangen hat es mit dem bekannten spanischen Ökonomen und Journalisten Joaquín Estefanía, der auf Twitter bekanntgab, dass er eine Veranstaltung wegen der 100%-igen Männerquote nicht besuchen werde.

Die Folge für die Zukunft: akademische Veranstaltungen, auf denen nur Männer sprechen, werden in Spanien zur Ausnahme werden und nicht mehr die Norm sein. Denn über 600 Akademiker diverser Universitäten und auch Finanzinstitutionen haben sich bereits der Petition angeschlossen. Auf ihrer Website rufen die Initiatoren auch andere Branchen dazu auf, ähnliche Projekte durchzuführen und sich der Bewegung anzuschließen. Ein Schritt in die richtige Richtung.

 

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