Werbung

Sorgen-los Impfen: Impfen ohne Ängste

Angst vor Nadeln oder Nebenwirkungen? Das neue Service der Stadt Wien richtet sich an Menschen, die aufgrund von psychischen Erkrankungen oder Ängsten bisher kein Impfangebot in Anspruch genommen haben.

Auch wenn nach zwei Jahren Pandemie vieles noch immer nicht klar ist, steht eines fest: Impfen ist der beste bekannte Schutz dagegen, sich anzustecken oder einen schweren Verlauf zu riskieren. Doch nicht für alle Menschen ist dies so einfach. Ängste im Zusammenhang mit Impfungen sind keine Seltenheit. Panik, schwitzende Hände oder weiche Knie sind typische Reaktionen in solchen Fällen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es von der Stadt Wien nun ein besonderes Angebot: Sorgen-los Impfen im Impf-Salon im Brigittenauer Hallenbad.

Sorgen-los Impfen ist das neue Service, das sich auch an jene Menschen richtet, die auf Grund einer psychiatrischen Diagnose keines der bisherigen Impfangebote annehmen konnten. Es kann sich dabei um Agoraphobien handeln – die die Angst vor Situationen oder Räumen, die das Gefühl erwecken, nicht leicht entkommen zu können. Oder auch Klaustrophobie oder Sozialphobie. Ängste vor Spritzen oder medizinischen Einrichtungen zählen ebenfalls dazu.

Aber nicht nur Menschen mit psychischen Erkrankung will das Service ansprechen. Auch Personen, die Angst vor möglichen Impfreaktionen haben, die mehr Zeit vor Ort benötigen oder solche, die das Thema Covid in ihrer nächsten Umgebung konflikthaft erleben, sollen damit erreicht werden.

Sorgen-los impfen

Corona Sorgenhotline berät und unterstützt

In all diesen Fällen kann die die seit zwei Jahren bestehende Corona Sorgenhotline Wien (01/4000-53000) angerufen werden. Hier sitzen Berater*innen, die über das Thema Impfen Bescheid wissen und gemeinsam mit den Anrufer*innen den besten Weg zur Sorgen-los Impfung erarbeiten.

Wir wollen Menschen mit Sorgen und Ängsten in Bezug auf die Impfung ein Angebot machen. Ein offenes Gespräch zu medizinischen Fragen ist immer besser als 1000 Suchergebnisse im Internet.

von Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen in Wien

Durch ein Case-Management-System wird ein vertrauensvoller, dauerhafter Dialog möglich. Das bedeutet, dass Menschen über einen längeren Zeitraum begleitet werden: von der ersten über die zweite Impfung bis zum Booster und auch darüber hinaus, wenn dies gewünscht wird.
„Die angesprochenen Zielgruppen fühlen sich oftmals im Stich gelassen, nicht gehört oder gesehen und vor allem nicht verstanden. Ängste und Sorgen sind nach wie vor sehr schambehaftet – sie zu überwinden kostet Zeit und ist vor allem mit Begleitung einfacher. Mit ‚Sorgen-Los Impfen‘ wird auf verschiedene Phobien und andere psychische Belastungen eingegangen. Gemeinsam werden dann individuelle Wege gesucht, um den Schritt zur Impfung bewältigen zu können“, beschreibt Dr. Georg Psota, der Chefarzt der Psychosozialen Dienste in Wien, das Service.

Impf-Salon

Sorgen-los impfen im Impfsalon

Nach der Abklärung spezieller Bedürfnisse und notwendiger Unterstützungen wird der Termin im Impf-Salon vereinbart. Dieser bietet eine entspannte Umgebung, in dem Ruhe und Anonymität herrschen, um auch vor Ort Ängsten entgegenzuwirken und hat auf den ersten Blick nichts mit einer medizinischen Einrichtung gemein. So auch das multiprofessionelle Team, das auch psychologisch unterstützen kann und das Zivilkleidung trägt. In einer angenehmen Atmosphäre wird so dafür gesorgt, dass genug Zeit bleibt, um alle gesundheitsbezogenen Impf-Fragen zu stellen und ein vertrauensvolles Gespräch mit Ärzt*innen zu führen.

Weitere Informationen gibt's hier.

 

Aktuell