Song for Marion

Den Lebensabend auf der Couch verbringen? Keine Option für Marion (Vanessa Redgrave)! Die probt lieber im Pensionisten-Chor den musikalischen Aufstand. Bei einem Song-Wettbewerb will sie sogar mit einem Solo den Sieg für ihre Truppe holen. Sehr zum Missfallen ihres griesgrämigen Ehemanns (Terence Stamp) ...

Marion (Vanessa Redgrave) ist Lebensfreude pur. Dass sie ihre schwere Krebserkrankung in einen Rollstuhl zwingt, hindert sie nicht daran, im Gemeinde-Chor zu singen. Eine muntere Truppe musizierender Pensionisten rockt unter fachgerechter Anleitung von Chorleiterin Lizzy (fantastisch: Gemma Arterton) Songs von Möterhead, Chaka Chan und Salt-n-Peppa. Besonderen Eifer legt Marion an den Tag, als sie erfährt, dass Chorleiterin Lizzy ihre „reifen Schützlinge" zu einem landesweiten Chorwettbewerb angemeldet hat.

Song Marion


Leider ist Marion bei ihren Chorproben auf die Hilfe von ihrem Ehemann Arthur (zum Verlieben: Terence Stamp) angewiesen. Der Spaßverderber sähe seine Frau lieber im Bett als auf der Bühne. Da er seiner kranken Frau aber keinen Wunsch abschlagen kann, fährt er sie wohl oder übel regelmäßig zu den Chorproben. Dort benimmt er sich wie Rumpelstilzchen und boykottiert die Chorproben für den Chorwettbewerb. Arthur macht kein Hehl daraus, was er von dem geträllerten Humbug hält.


Als Marion unerwartet zusammenbricht, macht Arthur die anstrengenden Choraktivitäten dafür verantwortlich. Aber es kommt noch schlimmer: Als ihre behandelnde Ärztin Marion rät „soviel Chips und Eis zu essen, wie Sie wollen!" wird klar, dass sich Marion im Endstadium befindet. Natürlich überhaupt kein Grund für die kämpferische Patientin mit dem Singen aufzuhören ...

Eine Warnung vorneweg: Ohne Taschentücher sollte man sich diesen Film auf keinen Fall anschauen. Die schauspielerische Leistung von Redgrave, Stamp und Gemma Arterton ist aber so überzeugend, dass sich der Gang ins Kino lohnt.
 

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