Solltet ihr euch gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen?

Und wie könnt ihr die Forderung unterstützen, dass eine kostenlose HPV-Impfung angeboten wird?

Solltet ihr euch gegen Gebärmutterhals impfen lassen?

Wir Frauen und Menschen mit Gebärmutter machen regelmäßig beim Frauenarzt einen Abstrich, damit uns dieser auf Gebärmutterhalskrebs checken kann. Das ist wichtig, um keine Veränderungen vom Gewebe zu übersehen, da Gebärmutterhalskrebs eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen ist. Diese ist zum Glück gut heilbar, wenn sie früh genug erkannt wird. Trotzdem kann eine Veränderung im PAP-Abstrich ganz schön verunsichern. Eine Information, was ein Abstrich bedeutet, findet ihr übrigens hier.

Wie bekommt man Gebärmutterhalskrebs?

Humane Papillomaviren (HPV) sind die Hauptursache für Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses, der Vagina und des Anus. Es gibt eine Impfung, mit der man sich gegen diese Viren schützen kann, und die man vorbeugend bekommt. Die Impfung ist gut verträglich und wird sowohl Männern als auch Frauen bis zu ihrem 30. Lebensjahr empfohlen. Idealerweise sollte die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. In Österreich steht die Impfung gegen Humane Papillomaviren im kostenfreien Kinderimpfprogramm für Mädchen und Buben ab dem vollendeten 9. Lebensjahr bis zum vollendeten 12. Lebensjahr kostenfrei zur Verfügung. Dabei sind zwei Impfungen im Abstand von 6 bis 12 Monaten empfohlen.

Es wird empfohlen, dass auch Männer sich impfen lassen, da diese erstens häufig die Überträger sind und gleichzeitig dadurch selbst vor verschiedenen Krebsarten wie Anuskrebs geschützt werden.

Forderung von kostenlosen Impfungen

Da es das kostenfreie Angebot erst seit knapp zehn Jahren gibt, sind viele Frauen und Männer über 25 Jahren nicht gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft. Obwohl es die Möglichkeit gibt, diese Impfung nachzuholen, ist diese mit hohen Kosten verbunden, die für viele junge Menschen nicht leistbar sind. Die vollständige Immunisierung kostet in Österreich über 600 Euro. Junge Menschen aus Österreich haben sich nun mit einem offenen Brief an Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) gerichtet, in dem sie fordern, dass die Impfung auch für Menschen über 12 Jahren kostenlos werde. In Wien wurde nun die Kampagne "HPV-Impfung.jetzt" gestartet.

Häufige Übertragung

80 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung infiziere sich im Laufe ihres Lebens mit HPV, jährlich sterben 130 und 180 Menschen in Österreich an Gebärmutterhalskrebs, eine der vielen möglichen Folgen einer Ansteckung.

"Viele Studierende gehören zu der Gruppe an jungen Menschen unter 30, die sich die Schutzimpfung nicht leisten können und dann mit den Konsequenzen leben müssen. Über 60 Prozent aller Studierenden müssen neben dem Studium arbeiten, um sich ihr Leben finanzieren zu können. Eine kostspielige Impfung ist da bei den meisten nicht stemmbar", ergänzt ÖH-VorsitzendeKeya Baier.

Wer diese Forderung unterstützen möchte, kann dies hier tun und das Volksbegehren unterschreiben.

 

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