Solarzellen zur Flüchtlingshilfe

Am Budapester Bahnhof hatten Greenpeace Aktivisten eine genialen Einfall wie sie den Flüchtlingen ein wenig Selbstständigkeit und Zugang zu Informationen ermöglichen können:

Bisher erreichten uns aus Ungarn viele negative Meldungen. Erst gestern kursierte ein Video, das zeigte, wie eine ungarische Kamerafrau Flüchtlingen ein Bein stellte und daraufhin eine Welle der Empörung in den sozialen Netzwerke auslöste.


Doch es gibt auch Positives aus Ungarn zu verkünden. Obwohl vielen Freiwilligen die Hilfe für Flüchtlinge verwehrt wurde, hat Greenpeace-Ungarn nun am Bahnhof Keleti eine kleine Solaranlage einrichten können.

Hier können Flüchtlinge ihr Handy aufladen und erhalten kostenloses W-Lan, mit dem sie ihre Familien endlich kontakieren können.

Flüchtlinge Solaranlage

Bis zu 300 täglich

Wie uns Greenpeace Sprecherin Flora Hevesi erklärte, existiert die Station mittlerweile seit Montag. Seitdem konnten 750 Flüchtlingen geholfen werden.

Ein Solarpanel und zwei große Batterien versorgen den Internet-Pavillon mit Strom. Bis zu 300 Leute würden die Dienste von Greenpeace täglich nutzen.

Für viele bedeutet diese kleine Aktion eine Möglichkeit sich über die aktuelle Lage zu informieren und Kontakt zur Außernwelt zu halten.
Denn Auflademöglichkeiten sind rar und viele Flüchtlinge haben ihre Familien, Freunde oder Verwandten während der Flucht verloren.

Flüchtlinge Solaranlage

Keine Hilfe von den örtlichen Behörden

Zwar ist die Zahl der Flüchtlinge in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen, trotzdem kommen immer noch täglich dutzende Flüchtlinge in Budapest an, so Hevesi. Information und Verpflegung werden nicht zur Verfügung gestellt - von staatlicher Seite ist für sie keine Hilfe zu erwarten.

Ausschließlich Privatpersonen, NGOs wie Greenpeace oder Privat-Initiativen kümmern sich um die Ankommenden, die den menschenunwürdigen Umgang mit den Flüchtlingen nicht hinnehmen möchten.

Viele Ungarn hätten leider immer noch eine sehr fremdenfeindliche Einstellung und würden sich fragen, wozu die Flüchtlinge überhaupt ein Smartphone bräuchten, schreibt das Greenpeace Magazin. Eine Debatte, die bereits vor einigen Wochen auch in Österreich hitzig diskutiert wurde.

Flüchtlinge Solaranlage
 

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