Softdrinks sind noch viel schädlicher als bisher angenommen

Fruchtzucker ist alles andere als gesund und natürlich, wie uns die Werbung in den letzten Jahrzehnten weis zu machen versucht hat. Forscher geben nun zu bedenken, dass ein Zuviel davon ein Todeurteil sein könnte.

Mit Fruchtzucker angereicherte Getränke sind weniger ungesund, schließlich handelt es sich ja um natürlichen Zucker - so lautete der Tenor der Werbung vor zehn Jahren. Dass das so nicht stimmt, wurde recht bald bekannt, denn schließlich ist auch Fruktose nichts anderes als Zucker und als solcher macht er bei einem hohen Konsum eben dick und führt in weiterer Folge zu typischen Zivilisationskrankheiten wie eben Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen etc. Doch für die Industrie ist Fruktose ein wichtiger Inhaltsstoffe: einfach herzustellen und kalorienärmer als Glukose. So sind Softdrinks wahre Fruktosebomben mit bis zu 70 Prozent Fruktoseanteil.

Doch das ist noch längst nicht alles. Wie vor Kurzem bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten in Leipzig bekannt wurde, fördert ein hoher Fruchtzuckerkonsum auch eine Fettleber. Denn Fruktose kann nur über die Leber abgebaut werden und dabei entstehen Abbauprodukte, so genannte Triglyceride, welche sich an den Arterienwänden ablagern. Kurz gesagt: eine Fettleber. Und diese wiederum kann zu Leberkrebs führen.

Diabetiker trifft es besonders hart, denn Fruktose führt im Unterschied zu Glukose nicht zur Ausschüttung von Insulin. Deswegen kommt es bei Diabetikern besonders frühzeitig zum Auftreten von Problemen. So haben zwei Drittel aller an Diabetes Typ 2 erkrankten Personen eine Fettleber.

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