Soft- und Energydrinks sollen Fruchtbarkeit verringern

"Finger weg von zuckerhaltigen Getränken", raten ForscherInnen einer neuen Studie aus den USA. Vor allem für Paare, die versuchen schwanger zu werden, könnte der Konsum schädlich sein.

Dass Softdrinks nicht gerade zu den gesündesten Getränkeoptionen zählen, ist hinlänglich bekannt. Was nun aber eine amerikanische Studie über die Auswirkungen von Softdrink-Konsum feststellte, bringt die zuckerhaltigen Drinks noch weiter in Verruf.

Softdrinks: Fruchtbarkeit sinkt fast um ein Drittel

So stellten die ForscherInnen der Boston University School of Public Health (BUSPH) in einer Untersuchung unter 3.800 Frauen zwischen 21 und 45 Jahren aus den USA oder Kanada und ihren 1.050 männlichen Partnern fest: Wer Softdrinks trinkt, egal ob Mann oder Frau, schraubt seine Chancen fruchtbar zu sein, ordentlich nach unten.

Die Studie kam zu dem Schluss, dass Frauen, die mindestens ein zuckerhaltiges Getränk pro Tag zu sich nahmen, eine um 25 Prozent verringerte Fekundabilität (=prozentuale monatliche Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden) aufwiesen, bei Männer lag die Verringerung sogar bei 30 Prozent, so die AutorInnen in dem Report, der im Fachmagazin Epidemiology kürzlich erschienen ist.

Energydrinks sind noch schädlicher

Externe Faktoren, wie der Genuss anderer Lebensmittel, wurden ebenfalls für die Studie und deren Ergebnisse zum Vergleich herangezogen. An der Ergebnissen änderte sich freilich wenig, wie Elizabeth Hatch, Professorin für Epidemiologie an der Boston University, erklärt: "Wir fanden Zusammenhänge zwischen dem Verzehr gezuckerter Getränke und einer niedrigeren Fruchtbarkeit. Diese blieben auch bestehen, als wir andere Einflüsse wie Übergewicht, Koffeinkonsum, Alkohol, Rauchen oder die Gesamtqualität der Ernährung berücksichtigt haben".

Noch schlechter waren die Werte der untersuchten ProbandInnen nach dem Konsum von Energy-Drinks, heißt es in der Studie. Im Gegensatz zu Soft- und Energydrinks konnten nach dem Konsum von Fruchtsäften oder Diät-Softdrinks kaum Zusammenhänge zwischen verringerter Fruchtbarkeit und deren Konsumation festgestellt werden.

Die AutorInnen der Studie empfehlen daher besonders Paaren, die versuchen schwanger zu werden, die Konsumation von zuckerhaltigen Soft- und Energydrinks zu vermeiden.

 

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