Soft Ghosting: Was es mit dem neuen Dating-Phänomen auf sich hat

Ghosting kennen wir. Soft Ghosting ist das kleine Geschwisterchen davon: Auf den ersten Blick ein bisserl weniger hart, aber genauso feig.

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Uff. Breadcrumbing, Submarining, Peacocking, Slow-Fading, Zombieing – für jedes Dating- (bzw. Schlussmach-)Verhalten scheint es mittlerweile einen Begriff zu geben. Das neueste Phänomen, das sich einreiht: Soft Ghosting.

Feige Verhaltensmuster

Der Begriff "Ghosting" scheint in der Datingwelt an kaum jemandem vorbeigegangen zu sein, ist es doch ein doch recht häufig praktiziertes Phänomen: Einfach nicht mehr zurückschreiben und quasi wie ein Geist von der Bildfläche verschwinden. Eine Erklärung für das plötzliche Dating-Aus gibt es nicht.

Was "Soft Ghosting" bedeutet

Nun macht der Begriff "Soft Ghosting" die Runde. Das ist – wie der Name schon vermuten lässt – ein bisserl eine mildere Form, aber eine nicht minder feige Verhaltensweise von Personen, die die Karten einfach nicht auf den Tisch legen wollen. Bei der neuen Version des Ghostings gibt es zwar noch eine letzte Reaktion vom Gegenüber, allerdings läuft es letzten Endes auch auf einen Kontaktabbruch hinaus. Konkret sieht das etwa so aus: Bei einer Konversation zwischen zwei Datingpartner*innen wird auf die letzte Nachricht vom Gegenüber nur so minimal reagiert, dass sich keine weitere Kommunikation daraus ergibt, zum Beispiel: Eine Nachricht wird mit "Gefällt mir" markiert oder es kommt nur ein Daumen hoch zurück.

Durch das Soft Ghosting lässt sich die Person somit also noch eine Tür offen, falls sie*er doch irgendwann wieder den Kontakt aufnehmen will. Schließlich hat man ja nie ausdrücklich gesagt, dass kein Interesse besteht (Ihr wisst schon, das sind dann Nachrichten wie: "Ur schade, dass der Kontakt damals abgebrochen ist. Wie geht’s dir denn immer so?" *eyeroll*). Der Soft Ghoster begibt sich damit in einen passive Position und entzieht sich der Verantwortung.

Wie man mit Soft Ghosting umgeht

Das Phänomen ist ja nur deshalb so weit verbreitet, weil es scheinbar als sooo ~verzweifelt~ gilt, die Person zu sein, die zwei Mal hintereinander als Erstes eine Nachricht schreibt. (Wir wissen auch nicht, woher das kommt, aber vermutlich ist das so eine absurde ungeschriebene Beziehungsregel wie "Drei Tage nach dem Treffen nicht melden, um es spannend zu machen", die vielen indoktriniert wurde.) Louise Troen von der Datingplattform Bumble rät gegenüber Glamour von solchen ungeschriebenen Gesetzen ab: "Es gibt keine Regeln für sogenanntes Double Messaging." Wenn du also das Gefühl hast, vom Gegenüber zu wenig zurückzubekommen, sollte man laut Troen zwar sensibel sein und beachten, dass der*die Partner*in vielleicht gerade einfach Stress hat und uns keine Antwort schuldig ist, aber: Ein bisserl Klarheit dürfe man schon einfordern.

 

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